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Martins feine Geister

Whisky, Whiskey und andere Spirits

Der Schwerpunkt des Blogs liegt bei Whisky Tastings-Notes,  aber auch Informationen und News aus der Welt der feinen Geister kommen nicht zu kurz.

Poseidon Dry Gin

Gin, Uncategorised Posted on 26/01/2023 17:50
Eine Flasche Poseidon Dry Gin, im Hintergrund eine Statue des Poseidon

Poseidon Dry Gin

Cindy, die früher auf der Celebrity Cruises segelte und als Markenbotschafterin für mehrere Spirituosenmarken arbeitete, wusste, dass wenn sie eines Tages ihre eigene Spirituose hat, dies irgendwie ihre große Liebe zu allem Maritimen zum Ausdruck bringen würde. Cindy fehlte auch ein wirklich komplexer und vielschichtiger, aber dennoch kräftiger und frischer Gin, die Art, die Du einfach pur auf Eis trinken kannst, die sich aber auch in einem  Cocktail gut behaupten kann.

Der Poseidon Dry Gin wird aus 12 Botanicals aus aller Welt hergestellt, darunter Rosmarin, Kardamom, Holunderblüten, Hagebutten, Paradieskörner und Kubebenbeeren, ist die Hauptzutat dieses komplexen Gins Wakame-Alge, die ihn mit dem Geist des Ozeans schmückt. Aber was ihn wirklich von unzähligen anderen handwerklich hergestellten Gins unterscheidet, ist seine Struktur: Dieses mehrschichtige Getränk ist wie ein komplexer Whisky aufgebaut. Es hat einen klaren Anfang, Mittelteil und Ende. Frisch beginnend bringen die wärmeren Gewürze erdige Vibes, während die Wakame-Algen dem süßen und samtigen Gaumen einen salzigen Hauch von Meersalz verleihen. Der Abgang ist warm und langanhaltend.

Geschmacksnoten für diesen Gin

Farbe: Klar

Aroma: Frisch und harmonisch mit warmen Gewürzen

Geschmack: Salzig und warm mit süßen Noten, die durchscheinen. Samtig und seidenweich

Abgang: Warm und anhaltend

Die Fakten:

  • Region – Niederlande
  • Kategorie – Dry Gin
  • Alkohol – 40%
  • Distillery – Poseidon

*Aktueller Preis bei Amazon  (Bezahlter Link, als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen)

Ebenfalls verkostet:  Amuerte Coca Leaf Gin Red Edition

Wenn Du dir selbst ein Bild von diesem Gin machen möchtest und nicht gleich eine ganze Flasche kaufen willst, bekommst Du, sofern noch vorhanden, hier ein Sample.

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Bombay Sapphire Sunset Edition Gin

Gin, Uncategorised Posted on 28/09/2021 18:41
Eine Flasche Bombay Sapphire Sunset Edition Gin, im Hinergrund ein Sonnenuntergang am Meer

Bombay Sapphire Sunset Edition Gin

Bombay Sapphire ist einer der bekanntesten und beliebtesten Gins der Welt. Es wurde 1986 von International Distillers & Vintners gegründet, die Teil der Mega-Fusion waren, die Diageo hervorbrachte. Diageo verkaufte die Marke 1997 an Bacardi, wo sie zum Flaggschiff-Status erhoben wurde. Die gesamte Gin-Linie wird immer noch in England von dem berühmten G&J Greenhall – langjährigen Herstellern einiger der besten Gins der Welt – in einer neuen, speziell gebauten Anlage und einem Besucherzentrum in Whitchurch, Hampshire, hergestellt.

Der Bombay Sapphire Sunset Edition Gin ist mehr als eine limitierte Auflage, er ist eine Sammlerflasche. Im Kern ist er immer noch der klassische Bombay. Das bedeutet, dass er dreimal in einer Carterhead-Destille destilliert wurde und die gleichen berühmten Infusionen von zehn Botanicals enthält – Wacholderbeeren, Mandeln, Zitronenschale, Süßholz, Iriswurzel, Angelika, Koriander, Cassia, Kubeben und Paradieskörner. Aber diese Edition wurde entwickelt, um ein wärmeres, sogar leuchtendes Geschmacksprofil widerzuspiegeln, so dass sie indischen weißen Kardamum, Kurkuma und sonnengetrocknete Murcia-Mandarinenschale hinzufügt.

Murcia ist eine Stadt und Region im Südwesten Spaniens – auf halbem Weg zwischen Valencia und Málaga in den Hügeln über der Küste. Die Region ist berühmt für ihre Produkte, darunter einige der besten Zitrusfrüchte Spaniens.

Geschmacksnoten für diesen Gin

Farbe: Klar

Aroma: Wärmer und würziger als der „normale“ Bombay. Speziell mit mehr Zitrusfrüchten, aber die Noten von Pinie, Koriander und Anis sind noch gut erkennbar.

Geschmack: Ein Gefühl von Wärme – egal wie gut gekühlt – breitet sich aus und offenbart dann Zitrus, Wacholder, Rosmarin und eine leichte Pfeffernote.

Abgang: Etwas länger mit den wärmenden Tönen

Die Fakten:

Region – UK
Kategorie – Gin
Alkohol – 43%
Distillery – Bombay Sapphire

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Ebenfalls verkostet: Bombay Sapphire London Dry Gin

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The Illusionist Dry Gin

Deutschland, Gin Posted on 10/05/2021 19:46
Eine Flasche The Illusionist Dry Gin, im Hintergrund ein abstraktes Dreieck

The Illusionist Dry Gin

Max Muggenthaler ist Zahnarzt in München und Tim Steglich ist zertifizierter Wirtschaftswissenschaftler. Im Jahr 2015 konzipierten sie den The Illusionist Gin – einen ausgesprochen natürlichen, organischen Gin mit einem fruchtigen und blumigen Geschmacksprofil und einer brillanten Farbe. Diese Farbe ändert sich beim Mischen – eine Art Magie der Mixologie. Sie haben ihren Gin 2016 in High-End-Bars eingeführt, in denen er schnell populär wurde. Erst jetzt findet dieses entzückende Juwel seinen Weg in den breiteren Markt.

Der The Illusionist Dry Gin ist ein köstlicher Premium-Gin, der auch ein bisschen wie ein Zauber-Trick ist. Die Infusionen umfassen 16 Pflanzenstoffe, darunter eine exotische fernöstliche Blume namens Butterfly Pea Blossom. Diese schönen Blütenblätter verleihen dem Gin einen strahlenden saphirblauen Farbton. Es ist dadurch sehr auffällig. Hier kommt auch die „Illusion“ ins Spiel. Wenn dieser blaue Gin mit Tonic Water in Kontakt kommt, verwandelt eine sanfte Reaktion die Farbe in einen zarten rosa Farbton. Ein Gin, der am Auge und am Gaumen schön ist.

Die Erklärung: Phenole und Polyphenole geben vielen Früchten und Blüten ihre Farbe. Phenolblau ist in vielen blauen Blüten vorhanden: Es reagiert mit dem pH-Wert in Flüssigkeiten und ändert sich in Rosa- und Rottöne.

Geschmacksnoten für diesen Gin

Farbe: Saphirblau

Aroma: Hell mit Blumen und Zitrusfrüchten, die über Kiefern und östlichen Gewürzen liegen

Geschmack: In vielerlei Hinsicht zeigt sich das Profil von einem klassischen Dry Gin, aber mit einer deutlichen Fruchtnote, klar definierten Blüten und einem Hauch von gemischter Zitrusschale über den Wacholdernoten

Abgang: Sauber mit einem anhaltenden Fruchtton

Die Fakten:

Region – Deutschland
Kategorie – Dry Gin
Alter – NAS
Alkohol – 45%
Distillery – The Illusionist Distillery

Mehr Gins

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Bulldog Gin

Gin Posted on 10/05/2021 16:36
Eine Flasche Bulldog Gin, in Hintergrund eine englische Bulldogge

Bulldog Gin

Bulldog wurde 2006 (das chinesische Jahr des Hundes) als Unternehmen konzipiert und 2007 offiziell von Anshuman Vohra ins Leben gerufen. Der, während er mit seinem Vater – einem professionellen Diplomaten – die Welt bereiste, eine Leidenschaft für Gin entwickelte. Sie konzentrieren sich auf ein Produkt, dem Bulldog Gin. Seitdem wird in ihrem New Yorker Hauptquartier wird großartiger, einzigartiger, charakteristischer Gin von Weltklasse hergestellt.

Was in dieser wunderschönen schwarzen Glasflasche steckt, ist ein Gin der Spitzenklasse mit einem faszinierenden Charakterprofil und höchster Qualität. Es ist viermal destilliert und enthält zwölf Botanicals. Der Wacholder ist da, aber ganz dezent. Er ist umgeben von Iriswurzel, Koriander, Lakritz, Angelika, Lavendel und Zitrone, aber zu ihnen gesellen sich Drachenauge aus China, türkischer weißer Mohn, Lotusblätter, Kassia und Mandel. Dies ist ein Gin, von einem Gin-Liebhaber für Gin-Liebhaber.

Geschmacksnoten für diesen Gin

Farbe: Klar

Aroma: Blumen und Zitrusfrüchte

Geschmack: Wacholder ist da, aber umgeben von so viel mehr … das passende Wort ist „harmonisch“.

Abgang: Warmes, anhaltendes, blumiges Parfüm

Die Fakten:

Region – England
Kategorie – Gin
Alter – NAS
Alkohol – 40%
Distillery – Bulldog
Preis – ca. 23 EUR (Tagespreis prüfen*)

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Bombay Sapphire London Dry Gin

England, Gin Posted on 09/05/2021 16:37
Eine Flasche Bombay London Sapphire vor einem See in Indien

Bombay Sapphire London Dry Gin

Der Bombay Sapphire (Der „Star of Bombay“ ist ein in Sri Lanka abgebauter Sternsaphir im Cabochonschliff von 182 Karat. Es wurde dem Stummfilmstar Mary Pickford von ihrem Ehemann Douglas Fairbanks geschenkt. Sie vermachte ihn dem Smithsonian Institut, wo es ausgestellt ist. Der Gin ist nach dem Edelstein benannt) ist einer der bekanntesten und beliebtesten Gins der Welt. Es wurde 1986 von International Distillers & Vintners gegründet, welche Teil eines Mega-Zusammenschlusses war, der Diageo hervorbrachte. Diageo verkaufte die Marke 1997 an Bacardi, wo sie zum Flaggschiff erhoben wurde. Die gesamte Gins-Linie wird immer noch in England von dem berühmten G & J Greenall – langjährigen Herstellern einiger der weltbesten Gins – in einer neuen, eigens dafür errichteten Brennerei mit einem Besucherzentrum in Whitchurch, Hampshire, hergestellt.

Wie gesagt, der Bombay Sapphire London Dry Gin in seiner charakteristischen himmelblauen Flasche ist einfach eine Ikone. Der Brand wird dreimal in einer klassischen Carterhead-Brennblase destilliert – einem von der Sorte mit einem Korb für die Botanicals, mit dem seit mehr als hundert Jahren die besten Gin-Spirituosen infundiert werden. Dies ist der weltweit bekannte „London Dry“ -Prozess. Das Rezept enthält zehn Pflanzenstoffe, darunter Wacholderbeeren, Mandeln, Zitronenschale, Süßholz, Iriswurzel, Angelika, Koriander, Kassia, Cubeb und Paradieskörner.

Geschmacksnoten für den Bombay Sapphire London Dry Gin

Farbe: klar

Aroma: Das Aroma ist klassisch London Dry mit herzhaften Noten von Kiefer, Koriander und Anis über einem verborgenen süßen Ton

Geschmack: Das Geschmacksprofil baut auf den Aromen mit herzhafteren Wacholder- und Rosmarinnoten auf, aber es gibt auch eine Explosion von frischer Zitrone und den pfeffrigen Biss von Zimt

Abgang: Lebhaft und sauber mit anhaltenden Kiefern- und Kräuternoten

Die Fakten:

Region – England
Kategorie – London Dry Gin
Alter – NAS
Alkohol – 40%
Distillery – G&J Distillers

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Ebenfalls verkostet: Bombay Saphhire Sunset Edition

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Knut Hansen Dry Gin

Deutschland, Gin Posted on 09/05/2021 13:15
Eine Flasche Knut Hansen Dry Gin, im Hintergrund ein Pier in Hamburg im Sonnenuntergang

Knut Hansen Dry Gin

Die Firma 4Anchors und die Hamburg Distilling Company sind die Ideen von Kaspar Hagedom und Martin Spieker. Vor ein paar Jahren wurden sie an einem Abend in ihrer Heimatstadt – natürlich bei einem Drink – dazu inspiriert, einen Plan auszuarbeiten. Jetzt verbringen die beiden Männer ihre Tage damit, ihre kleine 120 Litern Kupferbrennblase laufen zu lassen und ihre Spirituosen in Flaschen abzufüllen … alles von Hand.

Der Knut Hansen Dry Gin ist nach einem legendären Seemann benannt. Das imaginäre Porträt des Mannes mit durchdringend blauen Augen ist auf die Keramikdekanter gedruckt. Aber was sie in diese keramischen Dekanter füllen, ist das Wichtigste.

Der Knut Hansen Dry Gin wird viermal mit vierzehn frischen Pflanzenstoffen destilliert, die von Kaspar und Martin selbst handgeschnitten wurden. Die Liste enthält (natürlich) Wacholder sowie Gurken, Zitronenschale, Orangenschale und andere klassische Gin-Zutaten. Aber es gibt ein paar Überraschungen in der Mischung, wie Basilikum und Äpfel. Alles in allem eine würdige Ergänzung zum neuen Pantheon der deutschen Gins.

Geschmacksnoten für diesen Gin

Farbe: klar

Aroma: Das Aroma ist frisch und sanft mit Noten von Kiefer, frischen Kräutern und Äpfeln

Geschmack: Der Gaumen öffnet sich knackig mit einem leicht süßen Geschmacksprofil, das mit Noten von Zitrusfrüchten, Minze und Kiefer erfrischt

Abgang: Frisch, sauber und erfrischend

Die Fakten:

Region – Deutschland / Hamburg
Kategorie – Dry Gin
Alter – NAS
Alkohol – 42%
Distillery – Hamburg Distilling Company

Weitere Gins

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Botanist Islay Dry Gin

Gin Posted on 30/06/2019 10:57
Eine Flasche Botanist Islay Dry Gin, im Hintergrund eine Landschaft auf der Insel Islay

The Botanist Islay Dry Gin

Wenn Islay nicht nach Torfrauch, sondern nach Wildblumen, Küste und Wacholder duftet

Islay ist für Whiskyfreunde eine Insel voller Mythen. Torfrauch liegt über den Brennereien, der Atlantik schlägt gegen die Küste und Namen wie Ardbeg, Laphroaig, Lagavulin oder Bowmore haben die Insel weltberühmt gemacht.

Doch Islay kann noch eine ganz andere Seite zeigen.

Eine Seite voller Kräuter, Blumen, frischer Zitrusnoten, Wacholder und der unverwechselbaren Vegetation der Hebriden. Genau diese Seite möchte der The Botanist Islay Dry Gin einfangen.

Hinter dem Gin steht die Bruichladdich Distillery, eine der außergewöhnlichsten Brennereien Schottlands. Bekannt für ihre experimentierfreudigen Whiskys, widmet sich die Brennerei mit dem Botanist einem Destillat, das seine Herkunft nicht durch Torfrauch, sondern durch die Pflanzenwelt der Insel zum Ausdruck bringt.

Das Besondere: Neben den klassischen Gin-Botanicals werden 22 Pflanzen verwendet, die direkt auf Islay heimisch sind und von Hand gesammelt werden. Dadurch soll der Botanist nicht einfach nur ein weiterer Dry Gin sein, sondern ein Stück Islay im Glas.


Die Geschichte von Bruichladdich

Die Bruichladdich Distillery wurde im Jahr 1881 von den Brüdern Harvey gegründet. Die Familie Harvey verfügte bereits über eine lange Tradition im schottischen Brennereiwesen.

Von Beginn an wollten die Brüder etwas anderes schaffen als die damals typischen, eher landwirtschaftlich geprägten Brennereien. Statt einer einfachen Farm-Distillery entstand eine beeindruckende viktorianische Anlage.

Das Stillhaus erinnert mit seiner Architektur beinahe an eine Kathedrale. Auch technisch war Bruichladdich ihrer Zeit voraus. Besonders auffällig waren die großen Brennblasen, die für damalige Verhältnisse ungewöhnlich dimensioniert waren.

Bis heute besitzt die Brennerei eine ganz besondere Atmosphäre. Vieles erinnert noch an die ursprüngliche Anlage aus dem 19. Jahrhundert.

Dabei setzt Bruichladdich bewusst auf traditionelle Verfahren. Lange Fermentationszeiten und eine langsame Destillation gehören zu den charakteristischen Merkmalen der Produktion.

Die Philosophie dahinter lässt sich wunderbar mit einem alten französischen kulinarischen Sprichwort beschreiben:

„In den ältesten Töpfen wird die beste Suppe hergestellt.“

Tradition und moderne Experimentierfreude schließen sich bei Bruichladdich also nicht aus. Der Botanist ist dafür ein hervorragendes Beispiel.


The Botanist – der Gin von Islay

Der Botanist wurde mit einer klaren Idee entwickelt: Die außergewöhnliche Pflanzenwelt Islays sollte die Grundlage für einen Gin bilden.

Dabei kommen insgesamt 31 Botanicals zum Einsatz.

Neun davon gehören zu den klassischen Zutaten, die man mit einem London Dry Gin verbindet. Dazu gehören unter anderem Wacholder, Koriandersamen und Iriswurzel.

Die eigentliche Besonderheit sind jedoch die 22 zusätzlichen Botanicals von Islay.

Sie stammen aus unterschiedlichen Landschaften der Insel – aus Mooren, Wäldern, Wiesen und den windgepeitschten Küstenregionen.

Zu den verwendeten Pflanzen gehören beispielsweise:

  • Iriswurzel
  • Cassia-Rinde
  • Koriandersamen
  • Beifuß
  • Mädesüß
  • Labkraut
  • Apfelminze
  • Holunder
  • Stechginster
  • Moor-Birke

Die Botanicals verleihen dem Gin eine bemerkenswerte aromatische Vielfalt.

Und genau hier unterscheidet sich der Botanist von vielen klassischen Dry Gins.


„Ugly Betty“ – die ungewöhnliche Brennblase

Destilliert wird der Botanist in einer ganz besonderen Brennblase namens „Ugly Betty“.

Dabei handelt es sich um eine der wenigen noch erhaltenen Lomond Stills.

Die Brennblase ermöglicht eine besonders langsame und schonende Destillation. Beim Botanist wird dieser Prozess sogar außergewöhnlich langsam durchgeführt – nach Angaben der Destillerie etwa viermal langsamer als bei durchschnittlichem Gin.

Das Ziel ist nicht, möglichst schnell möglichst viel Alkohol zu produzieren.

Stattdessen soll die langsame Destillation dazu beitragen, die feinen Aromen der zahlreichen Botanicals möglichst schonend in das Destillat zu übertragen.

Damit folgt der Botanist einer Philosophie, die man auch aus der Whiskyproduktion von Bruichladdich kennt: Zeit ist ein wichtiger Bestandteil des Geschmacks.


Ein Gin mit echtem Inselcharakter

Viele Gins werden über eine bestimmte Kombination von Wacholder, Zitrusfrüchten und Gewürzen definiert.

Beim Botanist geht die Geschichte etwas weiter.

Hier soll nicht nur ein klassischer Gin entstehen, sondern ein Destillat, das die Landschaft Islays widerspiegelt.

Die 22 lokal gesammelten Pflanzen bringen eine Vielzahl unterschiedlicher Eindrücke mit. Manche wirken floral, andere kräutrig oder frisch. Dazu kommen Noten von Minze, Zitrusfrüchten und natürlich Wacholder.

Das Ergebnis ist ein Gin, der ausgesprochen komplex wirkt und bei jedem Schluck neue Facetten entdecken lässt.


Verkostung des The Botanist Islay Dry Gin

Farbe: Silbern und glasklar

Im Glas zeigt sich der Botanist völlig klar und farblos. Bereits optisch vermittelt er den Eindruck eines klassischen, unverfälschten Dry Gins.


Aroma: Eine regelrechte Aromenexplosion.

Schon beim ersten Nosing zeigt sich, dass dieser Gin alles andere als eindimensional ist.

Zitrusfrüchte treffen auf Wacholder und Koriander. Dazu kommen florale Eindrücke und eine wunderbar frische Note von Apfelminze.

Mit etwas Zeit im Glas kommen weitere Nuancen zum Vorschein. Kräuter, Menthol und Anklänge an einen frischen Frühlingswald mischen sich unter die ersten Aromen.

Gerade diese Kombination macht den Botanist interessant.

Er wirkt frisch und lebendig, gleichzeitig aber erstaunlich komplex.

Je länger man sich mit ihm beschäftigt, desto mehr entdeckt man.


Geschmack: Am Gaumen zeigt sich der Botanist zunächst ausgesprochen entspannt und weich.

Die Zitrusfrische sorgt für einen lebendigen Auftakt, während Wacholder und Kräuternoten für die typische Gin-Struktur sorgen.

Nach und nach entwickelt sich mehr Wärme.

Die verschiedenen Botanicals scheinen sich regelrecht aufzufächern. Neben Zitrusfrüchten und Wacholder zeigen sich würzige und kräuterartige Nuancen.

Dabei bleibt der Gin trotz seiner Komplexität erstaunlich harmonisch.

Er versucht nicht, mit einer einzelnen extrem dominanten Note zu beeindrucken. Vielmehr lebt er von seinem Zusammenspiel aus zahlreichen unterschiedlichen Aromen.


Abgang: Lang, würzig und angenehm wärmend.

Der Botanist verabschiedet sich nicht sofort.

Wacholder und Gewürze bleiben auf der Zunge zurück, während die Kräuter- und Zitrusnoten langsam ausklingen.

Besonders schön ist dabei die leichte Wärme, die sich gegen Ende entwickelt.

Für einen Gin besitzt der Botanist einen bemerkenswert langen und vielschichtigen Nachhall.


Der Botanist als Gin Tonic: Natürlich liegt es nahe, den Botanist mit Tonic Water zu kombinieren.

Dabei sollte man allerdings auf ein möglichst neutrales beziehungsweise nicht zu stark aromatisiertes Tonic setzen.

Denn der Botanist bringt bereits selbst eine enorme Aromenvielfalt mit.

Ein zu dominantes Tonic kann diese Feinheiten schnell überdecken.

Wer den Gin wirklich kennenlernen möchte, sollte deshalb unbedingt zunächst ein kleines Glas pur probieren.

Erst danach lohnt sich der Vergleich mit einem klassischen Gin Tonic.


Für wen ist der The Botanist geeignet?

Der Botanist ist besonders interessant für Ginfreunde, die einen komplexen und aromatischen Gin suchen.

Wer ausschließlich einen sehr klassischen, stark wacholderbetonten London Dry Gin bevorzugt, könnte von der Vielzahl der Kräuter- und Pflanzennoten zunächst überrascht sein.

Wer dagegen gerne neue Aromen entdeckt und sich etwas Zeit für einen Gin nimmt, dürfte am Botanist viel Freude haben.

Auch Whiskyfreunde sollten einen Blick auf diesen Gin werfen.

Denn obwohl der Botanist natürlich kein Whisky ist, steckt hinter ihm dieselbe Bruichladdich-Destillerie, die für ihre Experimentierfreude und ihre Liebe zu Islay bekannt ist.


Was macht den Botanist besonders?

Für mich sind es vor allem drei Dinge, die diesen Gin auszeichnen.

Erstens: die außergewöhnliche Anzahl an Botanicals.

Zweitens: die Verwendung von 22 lokal auf Islay gesammelten Pflanzen.

Drittens: die ungewöhnlich langsame Destillation in „Ugly Betty“.

Dadurch entsteht ein Gin, der seine Herkunft nicht einfach nur auf dem Etikett trägt.

Man bekommt vielmehr den Eindruck, dass die Landschaft Islays tatsächlich Bestandteil des Destillats geworden ist.

Natürlich kann man die Insel nicht wortwörtlich aus einem Glas Gin herausschmecken.

Aber die Kombination aus Kräutern, Blumen, Minze, Zitrusfrüchten und Wacholder vermittelt durchaus einen Eindruck von der rauen und gleichzeitig erstaunlich vielfältigen Natur der Hebrideninsel.


Mein Fazit

Der The Botanist Islay Dry Gin ist für mich ein sehr spannender Vertreter seiner Kategorie.

Er verbindet klassische Gin-Aromen mit einer ungewöhnlich großen Zahl regionaler Botanicals und schafft dadurch ein sehr komplexes Geschmacksbild.

Besonders beeindruckend finde ich die aromatische Entwicklung im Glas. Zunächst dominieren Zitrus, Wacholder und frische Kräuternoten. Danach kommen immer weitere Nuancen hinzu.

Genau das macht den Botanist zu einem Gin, mit dem man sich beschäftigen kann.

Er funktioniert selbstverständlich hervorragend als Grundlage für einen Gin Tonic, verdient meiner Meinung nach aber auch die Aufmerksamkeit, ihn einmal pur und in Ruhe zu verkosten.

Wer Gin nicht nur als Basis für Longdrinks betrachtet, sondern sich gerne intensiver mit den Aromen beschäftigt, sollte den Botanist unbedingt einmal probieren.

Für mich ist er ein Gin, der zeigt, dass Islay weit mehr zu bieten hat als Torfrauch und Whisky.

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Taunus Tastings Bewertung: 89/100 Punkte


Sample statt ganzer Flasche

Du möchtest dir selbst ein Bild vom The Botanist Islay Dry Gin machen, möchtest aber nicht gleich eine ganze Flasche kaufen?

Sofern noch vorhanden, findest du in unserer Sampleliste die Möglichkeit, den Gin zunächst in kleiner Menge zu probieren.


FAQ zum The Botanist Islay Dry Gin

Wo wird The Botanist hergestellt?

Der Botanist wird auf der schottischen Insel Islay in der Bruichladdich Distillery hergestellt.

Wie viele Botanicals werden für den Botanist verwendet?

Insgesamt kommen 31 Botanicals zum Einsatz. Neben neun klassischen Gin-Botanicals werden 22 Pflanzen verwendet, die auf Islay gesammelt werden.

Was ist „Ugly Betty“?

„Ugly Betty“ ist der Name der Lomond Still, in der der Botanist destilliert wird. Die ungewöhnliche Brennblase ermöglicht eine besonders langsame Destillation.

Schmeckt der Botanist stark nach Wacholder?

Wacholder ist deutlich vorhanden, wird aber von zahlreichen weiteren Aromen begleitet. Zitrusfrüchte, Kräuter, florale Noten und Minze sorgen für ein deutlich komplexeres Geschmacksbild als bei einem sehr geradlinigen Dry Gin.

**Kann man den Botanist pur trinken?

Ja. Gerade aufgrund seiner komplexen Aromatik lohnt sich eine Verkostung ohne Tonic. Anschließend kann man ihn immer noch als Gin Tonic genießen.

Ist The Botanist ein Islay-Produkt wie ein Whisky?

Der Botanist wird auf Islay hergestellt und verwendet zahlreiche auf der Insel gesammelte Pflanzen. Er ist jedoch ein Gin und kein Whisky. Seine Besonderheit liegt gerade darin, die botanische Seite der Insel in den Mittelpunkt zu stellen.


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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überarbeitet. Die Verkostungs- und Bewertungseindrücke geben die persönliche Einschätzung von Taunus Tastings wieder.



Boar Premium Dry Gin

Gin Posted on 26/03/2019 12:09

Boar Premium Dry Gin

In den Bergen, mitten im berühmten Schwarzwald, befindet sich die Schwarzwälder Boar Destille. Sie werben mit: „handgefertigter Qualität aus unserer eigenen Destillerie – Tradition seit 1844“. Was wir also haben, ist eine kleine, handwerkliche Destillerie, die auf einzigartige Weise Qualitäts-Gin herstellt.

Was den Boar Premium Dry Gin so interessant macht, ist die Liste der Botanicals, die im Wald vor Ort geerntet werden – eigentlich ein Geheimnis. Neben den erwarteten Wacholderbeeren, Zitronenschale, Lavendel und Koriander fügen sie Thymian und Schwarzwälder Trüffel hinzu! Ja, Du hast Sie richtig gelesen – Schwarzwaldtrüffel. Ich habe hunderte von Gins probiert, dies ist das erste Mal, dass ich diese Zutat in einer Infusion gesehen haben. Er ist selten und teuer und wird von Gourmetköchen auf der ganzen Welt begehrt. Er fügt dem Gin eine schmackhafte Erdigkeit hinzu, die einfach lecker ist. Deswegen hat er wohl auch mehr Preise gewonnen als jeder andere Gin der letzten zwei Jahre.

Geschmacksnoten für den Boar Premium Dry Gin

Farbe: klar

Aroma: Florale Aromen, gepaart mit Wacholder, Gewürzen und herzhaften Kräutern

Geschmack: Der Gaumen ist geradezu pikant, was ihn zu einem der besten Gins für klassische Martinis macht

Abgang: Geradlinig, lang mit einer angenehmen Erdigkeit, die lange anhält

Die Fakten:

  • Region – Deutschland
  • Kategorie – Dry Gin
  • Alkohol – 43%
  • Distillery – Boar
  • Preis – ca. 30 EUR

Diesen Gin als Großsample* günstig kaufen.

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