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Martins feine Geister

Whisky, Whiskey und andere Spirits

Der Schwerpunkt des Blogs liegt bei Whisky Tastings-Notes,  aber auch Informationen und News aus der Welt der feinen Geister kommen nicht zu kurz.

Benromach 10 Jahre

Single Malt Whisky Posted on 06/01/2022 16:03
Eine Flasche Benromach 10 Jahre, im Hintergrund eine Landschaft in der schottischen Speyside

Benromach 10 Jahre: Ein Klassiker aus der Speyside

Tradition, Handwerk und ein Hauch Magie in jeder Flasche

Die Geschichte der schottischen Whiskyherstellung ist reich an Höhen und Tiefen, geprägt von Leidenschaft, Tradition und Innovation. Ein herausragendes Beispiel für diese wechselvolle Historie ist die Benromach Distillery und ihr mehrfach ausgezeichneter 10-jähriger Single Malt. Wer den Benromach 10 Jahre genießt, nimmt einen Schluck Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser traditionsreichen Brennerei.

Die Geschichte der Benromach Distillery

Benromach liegt im Herzen der Speyside, einer der bekanntesten Whiskyregionen Schottlands. Die Brennerei wurde 1898 gegründet, zu einer Zeit, die heute als „Great Scotch Whisky Depression“ bekannt ist – einer Periode, in der viele Brennereien schließen mussten und die Branche ums Überleben kämpfte. Trotz schwieriger Bedingungen kehrte Benromach schon 1911 gestärkt zurück und nahm die Produktion mit neuem Elan auf.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wechselte die Brennerei mehrfach die Besitzer. Einige dieser Wechsel brachten Erfolge, andere Rückschläge, doch Benromach hielt sich stets über Wasser und bewahrte sich ihren besonderen Charakter. Schließlich wurde das Gelände 1993 von Gordon und MacPhail erworben, einem traditionsreichen unabhängigen Abfüller aus Elgin. Die neuen Eigentümer investierten viel Herzblut und Geduld in die Renovierung – 1997 begannen die Arbeiten, und zum 100. Geburtstag 1998 wurde Benromach mit einer feierlichen Zeremonie, die von Prinz Charles persönlich durchgeführt wurde, wiedereröffnet.

Seitdem ist Benromach ein Symbol für handwerkliche Destillation und kompromisslose Qualität. Der erste Single Malt der „neuen“ Ära wurde 2004 präsentiert und markierte den Beginn einer neuen Erfolgsgeschichte. Heute produziert Benromach eine breite Palette von Whiskys, die unterschiedlichste Fassarten und Reifegrade umfassen – darunter sogar einen 55-jährigen Klassiker. Das Wasser für den Whisky stammt aus den reinen Chapelton Springs in den Romach Hills oberhalb der Brennerei und trägt maßgeblich zum unverwechselbaren Charakter bei.

Die Herstellung des Benromach 10 Jahre

Der Benromach 10 Jahre ist ein Paradebeispiel für die Liebe zum Detail, die in dieser Brennerei gelebt wird. Das Herstellungsverfahren ist geprägt von traditionellem Handwerk, von der Auswahl der Gerste bis hin zur Abfüllung.

Fassmanagement und Reifung:

  • 80 % des Whiskys reifen für neun Jahre in Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche. Diese Fässer schenken dem Destillat Vanille- und Karamellnoten, aber auch eine angenehme Würze.
  • Die restlichen 20 % lagern im Sherry Hogshead, einem größeren Fass aus europäischer Eiche, das zuvor zur Reifung von Sherry verwendet wurde. Es verleiht dem Whisky eine tiefe Fruchtigkeit und würzige Noten.
  • Nach diesen neun Jahren werden beide Anteile für ein letztes Jahr in ein First Fill Oloroso Sherry Fass umgefüllt. Dieses Finish sorgt für zusätzliche Komplexität, Tiefe und die charakteristische dunkle Farbe.

Diese Aufteilung ist eine echte Besonderheit und zeigt, wie viel Wert auf handwerkliche Perfektion bei Benromach gelegt wird. Die Kombination unterschiedlicher Fässer und Hölzer lässt ein Aromenspiel entstehen, das Kenner und Neulinge gleichermaßen begeistert.

Eine preisgekrönte Ikone – Auszeichnungen und Ansehen

Der Benromach 10 Jahre ist nicht nur ein Geheimtipp unter Whiskyfans, sondern wurde auch international mit Preisen ausgezeichnet. Besonders bei den World Whiskies Awards 2014 sorgte er für Aufsehen: Dort wurde er zum „Best Speyside Single Malt – 12 YO and under“ gewählt. Eine bemerkenswerte Leistung, denn immerhin gibt es nicht weniger als 42 Marken in dieser Region. Dass ein vergleichsweise kleiner Hersteller wie Benromach sich in diesem Wettbewerb durchsetzen konnte, spricht für die außergewöhnliche Qualität und den einzigartigen Stil dieses Malts.

Sensorik: Farbe, Aroma, Geschmack und Abgang

Farbe: Der Benromach 10 Jahre schimmert im Glas honigfarben – ein Hinweis auf die Reifung in Oloroso Sherry Fässern und den natürlichen Charakter ohne Zusatz von Farbstoffen.

Aroma: Schon beim ersten Riechen steigen Noten von Sherry und weihnachtlichen Gewürzen empor. Ein Hauch von Zimt und Muskatnuss mischt sich mit Trockenfrüchten. Gibt man einen Tropfen Wasser hinzu, treten fein torfige Anklänge hervor, die an ein prasselndes Lagerfeuer erinnern und das Aromenbild wunderbar ergänzen.

Geschmack: Am Gaumen entfaltet Benromach 10 Jahre eine beeindruckende Bandbreite: Frische Himbeeren, Zitrusfrüchte und exotische Südfrüchte werden von einer Spur rauchiger Eiche begleitet. Die Balance zwischen Süße, Frucht und feiner Rauchigkeit ist das Markenzeichen dieses Whiskys und macht ihn sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Genießer attraktiv.

Abgang: Der Abgang ist geschmeidig und trocken, geprägt von anhaltender, warmer Würze. Das Finish bleibt lange am Gaumen präsent und lädt ein, immer wieder einen neuen Schluck zu nehmen, um die Vielfalt der Aromen zu entdecken.

Der besondere Reiz des Benromach 10 Jahre

Was macht den Benromach 10 Jahre so besonders? Es ist die Kombination aus traditionellem Handwerk, modernem Qualitätsbewusstsein und ehrlicher Leidenschaft. Während andere Brennereien längst auf Automatisierung und Massenproduktion setzen, wird bei Benromach fast alles von Hand gemacht: Vom Maischen bis zur Abfüllung ist menschliches Fingerspitzengefühl entscheidend.

Hinzu kommt der moderate Einsatz von Torf. Während viele Speyside Whiskys ganz auf Rauchigkeit verzichten, setzt Benromach gezielt kleine Akzente, die dem Whisky Tiefe und einen Hauch von Abenteuer verleihen, ohne ihn zu überlagern.

Auch das Fassmanagement ist außergewöhnlich. Die sorgfältige Auswahl und Kombination verschiedener Fässer sorgt für ein Aromenspektrum, das man in dieser Preisklasse selten findet. Dies macht den Benromach 10 Jahre zu einem echten Preis-Leistungs-Sieger.

Fazit: Ein Whisky für alle Sinne

Der Benromach 10 Jahre ist weit mehr als ein typischer Speyside Single Malt. Er verbindet die besten Traditionen des schottischen Whiskyhandwerks mit einer modernen Interpretation. Seine Geschichte ist ein Spiegelbild für Ausdauer und Innovationskraft, sein Geschmack zeugt von höchster Präzision und Liebe zum Detail.

Wer einen Whisky sucht, der Charakter, Tiefe und Authentizität besitzt, wird beim Benromach 10 Jahre fündig. Ob zum entspannten Genuss am Kamin, als Geschenk für Freunde oder als Begleiter zu besonderen Anlässen – dieser Tropfen weiß in jeder Hinsicht zu überzeugen.

Ein Schluck Benromach 10 Jahre ist ein Schluck echter schottischer Geschichte.

Die Fakten:

  • Region – Schottland / Speyside
  • Kategorie – Scotch Single Malt Whisky
  • Alkohol – 43%
  • Alter – 10 Jahre
  • Distillery – Benromach

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Balvenie 12 Jahre Double Wood

Single Malt Whisky Posted on 25/05/2021 18:14
Eine Flasche Balvenie 12 Jahre Double Wood, im Hintergrund eine Baumscheibe

The Balvenie 12 Jahre Double Wood

Es war im Jahr 1892 in Dufftown, Speyside, als William Grant von William Grant & Sons die Balvenie Distillery baute. Es war nicht einmal seine erste, denn er eröffnete 1886 die Brennerei Glenfiddich! Nur ein Jahr später, 1893, fand die erste Whisky-Destillation an derselben Stelle im schottischen Hochland statt, an der noch heute Balvenie Whiskys hergestellt werden.

Balvenie ist immer noch eine von wenigen Brennereien in Schottland, die ihre eigene Gerste anbauen, traditionelle Bodenmalze verwenden und sogar ein Team von Mitarbeitern vor Ort halten, um sich um ihre Kupferstills zu kümmern. Und zu guter Letzt haben sie Malt Master David C. Stewart MBE, einen der erfahrensten Experten der Branche, der 1962 mit 17 Jahren zu Balvanie kam und immer noch die Produktion der handgefertigtsten Single Malts überwacht.

Der Balvenie 12 Jahre Doublewood ist eine ihrer beliebtesten Kreationen. Dieser Dram, der 1993 von David Stewart ins Leben gerufen wurde, war damals eine ziemliche Revolution. Er verwendete das 1982 von ihm entworfene „Holzveredelungs“ -Verfahren – Double Wood. Also, worum geht es? Zuerst verbringt der Rohbrand mindestens 12 Jahre in traditionellen Ex-Bourbon-Fässern, dann wird es für weitere 9 Monate in Ex-Oloroso-Sherry-Fässer verbracht. Schließlich werden einzelne Fässer 3-4 Monate lang in großen Mengen „verheiratet“. Diese Schönheit wird vor Ort mit 43% vol. abgefüllt. Der Whisky ist weich und zart, aber gleichzeitig voller Tiefe und Geschmack.

Tastingnotes für diesen Whisky

Farbe: Orange

Aroma: Süß mit Noten von Früchten und Oloroso Sherry, Honig und Vanille.

Geschmack: Geschmeidig und weich mit einer nussigen Süße, würzigem Zimt etwas Sherry

Abgang: Lang und warm

Die Fakten für den Balvenie 12 Jahre Double Wood:

  • Region – Schottland / Speyside
  • Kategorie – Single Malt Whisky
  • Alter – 12 Jahre
  • Fasstyp: Ex-Bourbonfässer und Finish in Ex-Olorosso-Sherryfässern
  • Alkohol – 43%
  • Distillery – Balvenie
  • Preis – ca. 50 EUR (Tagespreis prüfen*)

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Cardhu 12 Jahre

Single Malt Whisky Posted on 04/05/2021 19:07
Eine Flasche Cardhu 12 Jahre, im Hintergrund eine schottische Landschaft

Cardhu 12 Jahre

John Cumming war einer der wenigen Whiskyschmuggler, die erfolgreich in den legalen Betrieb übergingen, als die Steuer- und Produktionsgesetze gelockert wurden. So wurde Cardhu 1824 geboren. Das Wort Cardhu kommt vom gälischen „Carn Dubh“, was „schwarzer Stein“ bedeutet. Du kennst Cardhu vielleicht als einen der wichtigsten Malts von Johnny Walker, aber es war ein Single Malt, lange bevor die Mixer ihn in die Hände bekamen. Glücklicherweise wurde der frühere köstliche Single Malt-Glanz wiederhergestellt, der Kunden erfreut und erneut Auszeichnungen gewinnt.

Wie bei vielen Highlandern ist das Kernangebot von Cardhu ein 12-Jähriger. Er ist ein gutes Beispiel für einen Speyside Whisky, wenn auch mit einem milden, torfigen Einfluss. Während einige Whiskys nach Torf schmecken, weil er als Brennstoff zum Trocknen des Malzes verwendet wird, ist die Wasserquelle in Cardhu einem großen Torfmoor ausgesetzt. Dies liefert einen „natürlichen Torf“ -Geschmack und ein Erlebnis, das dem Rauch aus zweiter Hand im Abgang ähnelt. Er hat einen mittleren Körper, leichte Süße und einen Geschmack von gebackenen Birnen.

Geschmacksnoten für diesen Whisky

Farbe: Mittlerer Bernstein

Aroma: Leicht süß mit Birne, Apfel und etwas verkohlter Eiche

Geschmack: Rund und reichhaltig mit mehr Herbstfrüchten und einem Hauch von entferntem Torf

Abgang: Lang und trocken mit geröstetem Getreide und warmem Rauch

Die Fakten:

  • Region – Schottland / Speyside
  • Kategorie – Single Malt Whisky
  • Alter – 12 Jahre
  • Alkohol – 40%
  • Distillery – Cardhu

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Highland Park 12 Jahre

Single Malt Whisky Posted on 13/08/2019 16:39

Highland Park 12 Jahre – Ein Klassiker von den Orkney-Inseln

Geschichte, Herstellung und Tastingnotes eines legendären Single Malts

Highland Park – allein der Name ruft Bilder von windgepeitschten Klippen, rauer See und uralten Steinlandschaften hervor. Auf den ersten Blick ist die Brennerei im beschaulichen Westen Kirkwalls, der Hauptstadt der Inselgruppe Orkney, ein unscheinbares Relikt vergangener Zeiten. Doch wer sich eingehender mit ihr beschäftigt, entdeckt eine der traditionsreichsten und außergewöhnlichsten Whisky-Destillerien der Welt.

Die Geschichte von Highland Park

Die Legenden rund um Highland Park beginnen im späten 18. Jahrhundert. Es ist die Zeit der Schmuggler und Rebellen, als hohe Verbrauchsteuern auf Whisky zur Finanzierung der Napoleonischen Kriege eingeführt werden. Magnus Eunson, der als Kirchenmann und heimlicher Brenner gleichermaßen bekannt ist, gilt als Gründer der Brennerei. In den Annalen heißt es, er habe Fässer unter der Kirchenkanzel versteckt, während er sonntags predigte – ein Bild, das bis heute für den Schalk und Mut der Orkadianer steht.

1826 erhielt die Brennerei die offizielle Lizenz. Robert Borwick, der neue Besitzer, brachte Ordnung in das zuvor wilde Treiben. Sein Schwiegersohn, Exciseman John Robertson, war es ironischerweise, der viele seiner ehemaligen Schmugglerkollegen aus der Region vertrieb. Doch die Liebe zum Whisky und zur Tradition blieb – und Highland Park entwickelte sich zu einer festen Größe in der Welt des Scotch.

Die Besonderheiten der Herstellung

Highland Park ist eine der nördlichsten Brennereien der Welt, geprägt von der Eigenwilligkeit der Orkney-Inseln. Hier weht ein rauer Wind, das Meer ist stets präsent, und das Klima ist beständig kühl. Das spiegelt sich im Charakter des Whiskys wider.

Eines der markantesten Merkmale ist die Verwendung von hartem Wasser – eine Seltenheit in der schottischen Whiskylandschaft, die vor allem für ihre weichen Wasserquellen bekannt ist. Dieses harte Wasser stammt aus lokalen Quellen und trägt zur Struktur und Komplexität des Whiskys bei.

Noch bemerkenswerter ist die traditionelle Herstellung: Die gemälzte Gerste wird auf klassischen Malzböden zum Keimen gebracht – ein Verfahren, das heute nur noch wenige Brennereien pflegen. Die Gerste wird anschließend über einem Feuer getrocknet, das mit lokalem, aromatischem Heidetorf befeuert wird. Dieser Torf, der Heidekraut und andere Pflanzen enthält, verleiht dem Highland Park seinen unverwechselbar sanften, floralen Rauchcharakter – subtiler als der kräftige Torf vieler Islay-Whiskys und doch deutlich präsent.

Der Highland Park 12 Jahre – Ein moderner Klassiker

1979 wurde der Highland Park 12 Jahre erstmals abgefüllt. Seither bildet er das Rückgrat des Sortiments – eine Standardabfüllung, die weltweit für ihre Ausgewogenheit und Beständigkeit geschätzt wird. Für viele ist dieser Whisky ein Referenzpunkt, ein Maßstab, an dem sich andere Single Malts messen lassen müssen.

Als sogenannter „Vatted Malt“ vereint der Highland Park 12 Jahre verschiedene Single Malt Whiskys, von denen der jüngste mindestens zwölf Jahre im Fass gereift ist. Diese Reife verleiht ihm Tiefe und Komplexität, ohne seine lebendige Frische zu verlieren.

Die Magie der Mischung

Die Kunst des Blendings ist bei Highland Park eine eigene Wissenschaft. Die verwendeten Fässer stammen häufig aus europäischer und amerikanischer Eiche und waren zuvor mit Sherry belegt. Diese Kombination bringt eine feine Balance aus Süße, Würze und Holzaromen hervor. Jedes Fass wird sorgfältig gewählt, um den unverkennbaren Charakter des Hauses zu bewahren.

Handwerk und Hingabe

Trotz moderner Technik bleibt vieles Handarbeit: Das Wenden der Gerste auf den Böden, die Überwachung des Torffeuers, die Kontrolle der Destillation. Die Brennmeister*innen achten mit geschultem Auge und feiner Nase darauf, dass jede Charge die Handschrift von Highland Park trägt.

Tastingnotes – Ein sensorisches Abenteuer

Farbe: Bernstein – ein warmes, tiefes Gold, das im Glas funkelt und an den Sonnenuntergang über den Orkney-Inseln erinnert.

Aroma: Schon beim ersten Schnuppern steigen süße, rauchige Noten in die Nase. Der Torf ist präsent, aber nicht aufdringlich, vielmehr elegant verwoben mit fruchtigen Anklängen von Orange. Eine subtile Sherrysüße und feine Vanillearomen entfalten sich, begleitet von einer Spur Zimt, die dem Bouquet eine würzige Tiefe verleiht.

Geschmack: Am Gaumen baut sich der Torfrauch weiter auf und wird vom malzigen Grundton getragen. Eichenholz gibt Struktur und sorgt für einen Hauch herber Eleganz, während Zitrusnoten von Zitrone einen frischen Akzent setzen. Die Vanille bleibt erhalten und wird durch eine Auswahl an Gewürzen bereichert – Muskat, ein Hauch von Nelke, vielleicht sogar ein wenig Ingwer. Die Textur ist weich, fast cremig, und lädt dazu ein, den Whisky langsam im Mund zu bewegen.

Abgang: Der Abschluss ist lang und satt – ein Nachklang, der Wellen verschiedener Aromen an den Gaumen spült. Der Rauch bleibt als leiser Schatten zurück, während sich süße, würzige und holzige Noten miteinander vermischen. Es ist ein Abgang, der zum Nachdenken einlädt und Lust auf den nächsten Schluck macht.

Highland Park 12 Jahre im Kontext

Wer sich auf die Reise zum Highland Park 12 Jahre begibt, taucht ein in die Geschichte und das Wesen der Orkney-Inseln. Dieser Whisky ist mehr als ein Getränk – er ist ein Stück lebendiger Kultur, ein Synonym für Handwerkskunst und nordische Leidenschaft. In seiner ausgewogenen Komplexität vereint er die Salzigkeit des Meeres, die Wildheit der Insel und die Wärme der Menschen, die ihn seit Generationen herstellen.

Viele Genießer*innen betrachten den Highland Park 12 Jahre als idealen Einstieg in die Welt der rauchigen Single Malts. Sein Rauch ist weniger fordernd als bei manch anderen Vertretern, während die süßen und fruchtigen Noten auch Einsteiger*innen begeistern. Gleichzeitig bietet er Kenner*innen genug Tiefe und Vielschichtigkeit, um immer wieder neue Facetten zu entdecken.

Fazit

Der Highland Park 12 Jahre ist ein zeitloser Dram – ein Whisky, der klassische Werte bewahrt und doch nie altmodisch wirkt. Er verkörpert die Seele der Orkney-Inseln und ist ein Muss für alle, die das Außergewöhnliche im Alltäglichen suchen. Wer ihn probiert, schmeckt Geschichte, Handwerk und die wilde Schönheit des Nordens – ein Genuss, der lange nachhallt.

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Talisker 57° North

Single Malt Whisky Posted on 18/04/2019 11:03

Eine Flasche Talisker 57° North, im Hintergrund eine Landkarte

Mit dem 57° North hat Talisker sich neu erfunden.

Talisker 57° North

Die Talisker Destillerie wurde 1830 von Hugh und Kenneth MacAskil in Carbost auf der Isle of Skye gegründet. In all diesen Jahren blieb die Destillationsmethode von Talisker praktisch unverändert. Sie weigern sich, den Weg der Industriealisierung zu gehen, abgesehen von den erforderlichen Verbesserungen im Bereich der Gesundheit und der Sicherheit. Als (noch) einzige Destillerie auf der Isle of Skye sind die Whiskys von Talisker ziemlich eigenwillig und definieren einen ganz eigenen Stil von Island Malt.

Der Talisker 57° North ist eine Abfüllung ohne Altersangabe, die den Namen des 57. nördlichen Breitengrades trägt, der auf der Isle of Skye liegt. Ausschließlich in amerikanischen Refill-Eichenfässern an den Ufern des Loch Harport gereift, ist dieser Dram ziemlich reich an Rauch und Torf und hat mit seinen 57% vol. Alkohol ordentlich Kraft. Es ist eine der interessantesten Abfüllungen der Talisker-Destillerie. Dies ist der Geschmack von Talisker, der überraschend auf ein ganz neues Maß an Intensität und Charakter gebracht wurde!

Geschmacksnoten für diesen Whisky

Farbe: Golden

Aroma: Die Nase ist reich an Torfrauch und Zitrusfrüchten, Pfeffer und Eiche mit süßem Toffee, Vanille und etwas Algen.

Geschmack: Intensiver und explosiver Rauch, der Gewürze, Pfeffer mit etwas Zitrus und trockenes Holz mitsichbringt

Abgang: Ein vollmundiger Abgang voller Kraft

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Oban Little Bay

Single Malt Whisky Posted on 09/04/2019 14:39

Eine Flasche Oban Little Bay, im Hintergrund die Küste Schottland

Oban Little Bay

Lange bevor Oban ein Badeort an der Westküste Schottlands war, bauten John und Hugh Stevenson hier 1794 ihre erste Destille. Die Stadt wuchs also buchstäblich um den Whisky herum – ich bin zwar keine Experte für Stadtplanung, aber er gibt schlechtere Gründe für eine Stadt, um zu wachsen.

Die Arbeiter bei Oban haben nur einen Wash- und einen Spirit-Still. Der Whisky, den sie produzieren, gilt als klassischer schottischer Malt – ein virtueller Schatz. Oban liegt in den Highlands, aber seine Lage an der Westküste verleiht ihrem Whisky einen sehr einzigartigen Charakter.

Der Name Oban Little Bay ist ein bisschen wiederholend, da das Wort „Oban“ in Schottisch-Gälisch bereits „kleine Bucht“ bedeutet. Wie alle Oban Whiskys ist dies ein feiner Single Malt. Der Little Bay ist jedoch auch ihr erster NAS – was bedeutet, dass es sich um einen Blend aus Single Malts mit verschiedenen Altersstufen handelt, die in kleinen ehemaligen Bourbon-Fässern geblendet wurden und dann ohne Altersangabe in die Flasche kommen.

Der Oban Little Bay hat einen schönen Küstencharakter, aber mit sanfter Heidekrautqualität. Süße spielt mit dem Gewürz, wie eine kühle Brise die mit der warmen Sonne in dieser kleinen Bucht spielt.

 

Geschmacksnoten für den Oban Little Bay

Farbe: Antikes Gold

Aroma: Apfel, Orangenkuchen und Wildblumen

Geschmack: Karottenkuchen mit knackigem Apfel und einem Schuss Minze und Gewürzen

Abgang: Lang und Trocknen

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Ardmore Legacy

Single Malt Whisky Posted on 08/04/2019 21:48

Eine Flasche Ardmore Legacy, im Hintergrund eine alte Landkarte

Ardmore Legacy

Die Wahl eines Ortes für eine Destille ist eine Kunst für sich und eine, bei der Ardmore-Gründer Adam Teacher richtig lag. Die Destillerie befindet sich am oberen Ende der Northern Railway Line in den schottischen Highlands. Sie sorgte dafür, dass Ardmore schnell wachsen konnte, indem sie ihren Whisky schnell und problemlos in die Städte transportieren konnten. Dann brauchten Sie natürlich eine gute Wasserquelle. Seit dem ersten Tag wird das Wasser für die Produktion aus den natürlichen Quellen der Knockandy Hills gezogen. insoweit hat sich bei Ardmore wenig geändert, seit sie im Jahr 1898 angefangen haben zu brennen. Aber warum sollten Sie auch?

Hier haben wir den Einstiegs-Whisky der Ardmore-Reihe. Ein Highland Whisky mit einem Mix aus 80% getorftem und 20% ungetorftem Malz. Dieser Dram ist definitiv nicht für einen Trinker, der etwas Rauch in seinem Scotch ablehnt. Alles in allem fällt dies jedoch immer noch in die leicht zu trinkende Kategorie des torfigen Whiskys, ein idealer Dram, um einen Whisky mit Rauchgeschmack zu testen. Die Macher erklären, dass dieser Dram den natürlichen Highland-Geist verkörpert.

Geschmacksnoten für den Ardmore Legacy

Farbe: Heller Honig

Aroma: Karamellsüße mit einem Hauch von Torfrauch, der sich im Hintergrund versteckt

Geschmack: Mehr Rauch mit fruchtigen Nuancen von getrockneten Äpfeln

Abgang: Trocken mit Gewürznoten

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Ebenfalls verkostet:

The Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish
Ardmore 20 Jahre

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Talisker Port Ruighe

Single Malt Whisky Posted on 02/04/2019 16:15

Eine Flasche Talisker Port Ruighe

Talisker Port Ruighe

Die Talisker-Brennerei wurde 1830 von Hugh und Kenneth MacAskil in Carbost auf der Isle of Skye gegründet. In all diesen Jahren ist die Destillationsmethode von Talisker praktisch gleich geblieben und weigert sich, mit dem Fluss der Industrie zu gehen, abgesehen von den notwendigen Verbesserungen der Gesundheitsvorsoge und der Sicherheit. Als einzige Destillerie auf der Isle of Skye sind die Whiskys von Talisker ziemlich eigenwillig und definieren einen ganz eigenen Malt-Stil.

Der Port Ruighe ist die zweite Abfüllung von Talisker, die ohne Altersangabe (nach dem Talisker Storm*) abgefüllt wurde. Der Port Ruighe (sprich Portree, nach der größten Stadt auf der Isle of Skye) wurde nach dem ersten Reifungsprozess in ehemaligen amerikanischen und europäischen Fässern in Port-Fässern gefinisht. Die zweite Reifung in Port-Fässern gab ihm süßen Nuancen, die sich stark mit Torfrauch vereinen.

Geschmacksnoten für diesen Whisky

Farbe: Goldener Bernstein

Aroma: Schokolade, Wiese, Rosinen, Fensterkitt, Orangen-Kuchen, Orangenmark, weiße Schokolade

Geschmack: Beerenobst, Torf, Biskuitkuchen, Marmelade, Schokoladenrosinen, Lebkuchen, Chili, zunehmend rauchig

Abgang: Extrem vollmundig

Ebenfalls verkostet: Talisker Neist Point

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