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Martins feine Geister

Whisky, Whiskey und andere Spirits

Der Schwerpunkt des Blogs liegt bei Whisky Tastings-Notes,  aber auch Informationen und News aus der Welt der feinen Geister kommen nicht zu kurz.

Aberfeldy 12 Jahre

Single Malt Whisky Posted on 17/09/2021 17:52

Aberfeldy 12 Jahre – Ein Highland Single Malt im Porträt

Geschichte, Herstellung und Genussmomente eines besonderen Whiskys

Der Aberfeldy 12 Jahre Single Malt Scotch Whisky ist ein Paradebeispiel für die traditionsreiche Whiskykultur der schottischen Highlands. Mit einer Geschichte, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht, und einer Herstellung, die sowohl auf Handwerkskunst als auch auf die Einzigartigkeit der Region setzt, verkörpert dieser Whisky alles, was Kenner*innen und Liebhaber*innen an schottischem Single Malt so schätzen. Im Folgenden wird die Destillerie, die Entstehungsgeschichte, das Herstellungsverfahren sowie die sensorischen Eindrücke dieses Whiskys umfassend vorgestellt.

Die Geschichte der Aberfeldy Distillery

Die Aberfeldy Distillery wurde 1896 von John Dewar & Sons, Ltd. gegründet – einem Unternehmen, das bereits eine feste Größe in der schottischen Whiskylandschaft war. Die Destillerie öffnete ihre Pforten im Jahr 1898 und liegt bis heute am östlichen Stadtrand der gleichnamigen Stadt Aberfeldy, idyllisch am südlichen Ufer des Upper Tay im Herzen der Highlands. Die Lage wurde mit Bedacht gewählt, denn die Region ist geprägt von einer sanften Hügellandschaft, sauberer Luft und – nicht zuletzt – einem besonders reinen Wasser.

Der Bau der Destillerie markierte eine neue Ära für Dewar’s Blended Whiskys: Während viele Destillerien zu jener Zeit vor allem auf den Export von Fässern für Blends spezialisiert waren, setzte Aberfeldy von Beginn an auf Qualität und Eigenständigkeit. Die Whiskys der Destillerie wurden rasch als wichtiger Bestandteil des Dewar’s Blends bekannt, doch der Single Malt entwickelte rasch seine ganz eigene Fangemeinde.

Lage und Wasserquelle: Das Gold von Aberfeldy

Die Aberfeldy Distillery liegt nicht nur malerisch, sondern profitiert auch von einer ganz besonderen Ressource: dem Pitilie Burn. Dieser kleine Bach fließt direkt an der Brennerei vorbei und ist für sein außergewöhnlich reines Wasser bekannt. Der Pitilie Burn ist reich an Schwemmgold – tatsächlich wurde in der Umgebung früher aktiv nach Gold gewaschen. Auch wenn sich in der Flasche Aberfeldy 12 Jahre kein Nugget findet, so ist doch das Wasser von höchster Qualität und trägt maßgeblich zum weichen Charakter des Whiskys bei.

Herstellung und Reifung

Der Aberfeldy 12 Jahre ist Teil der „Last Great Malts“-Serie und gilt als Einstiegswhisky in das Portfolio der Destillerie. Der Single Malt wird ausschließlich aus 100 % gemälzter Gerste hergestellt – ein klares Bekenntnis zur traditionellen Handwerkskunst. Das Malz wird gemahlen, eingemaischt und vergoren, bevor es in die kupfernen Brennblasen kommt. Die Brennblasen der Aberfeldy Distillery sind für ihre bauchige Form bekannt, die einen besonders intensiven Kontakt zwischen der aufsteigenden Spirituose und dem Kupfer ermöglicht. Dies sorgt für einen weichen, fruchtigen und cremigen Rohbrand.

Reifung in amerikanischer Eiche

Nach der Destillation reift der Whisky ein Dutzend Jahre lang in Fässern aus amerikanischer Eiche. Hierbei handelt es sich sowohl um ehemalige Bourbon-Fässer als auch um Ex-Sherry-Fässer, was dem Aberfeldy 12 Jahre eine komplexe Aromatik und Vielschichtigkeit verleiht. Die Zeit im Fass sorgt dafür, dass sich die Aromen aus Malz und Destillat mit den Holznoten, Vanille, Karamell und dezenten Fruchtnoten verbinden.

Tastingnotes: Die Sinne auf eine Reise schicken

Der Genuss von Aberfeldy 12 Jahre beginnt schon beim Betrachten im Glas. Die Farbe erinnert an goldene Bienenwaben – ein klares Zeichen für die zwölfjährige Lagerung und die Vielfalt der verwendeten Fässer.

Farbe: Bienenwabe, goldene Reflexe

Aroma: Cremig und fruchtig, mit nur einem Hauch von Rauch. Noten von Karamell, Sherry und Trockenfrüchten sorgen für eine angenehme Süße. Leichte Anklänge von Kaffee geben dem Aroma Tiefe und ein abgerundetes Erlebnis.

Geschmack: Süße und Malz stehen im Vordergrund, begleitet von Vanille und Mandeln. Cremige Textur, die an Sahne erinnert. Eine sanfte, würzige Eichenholz-Note vereint sich mit einer leichten Torfigkeit, ohne dominant zu wirken.

Abgang: Zitrusschale und Aprikose geben dem Finale eine fruchtige Frische. Ingwer sorgt für einen dezenten, leicht wärmenden Kick. Malz und eine Prise Schokolade hinterlassen einen angenehm nussigen Nachhall.

Der Charakter von Aberfeldy 12 Jahre

Der Aberfeldy 12 Jahre ist ein Whisky für alle Sinne – und für viele Anlässe. Sein ausgewogenes Profil macht ihn zum perfekten Einstieg in die Welt der Single Malts, doch auch erfahrene Genießer*innen entdecken immer wieder neue Facetten in seinem komplexen Aroma. Die Balance aus Fruchtigkeit, Cremigkeit und einer feinen Würzigkeit macht ihn besonders vielseitig. Wer mag, genießt ihn pur, mit etwas Wasser oder auf Eis – stets bleibt das Erlebnis reichhaltig und rund.

Empfohlene Genussmomente

  • Als Aperitif vor dem Essen, um den Gaumen zu öffnen.
  • Als Begleiter zu milden Käsesorten oder dunkler Schokolade.
  • Bei geselligen Abenden mit Freund*innen, um gemeinsam die Vielfalt des Whiskys zu erkunden.

Fazit

Der Aberfeldy 12 Jahre ist ein Whisky, der auf ganzer Linie überzeugt – sowohl durch seine Herkunft und Geschichte als auch durch seinen Geschmack. Die Verbindung aus handwerklicher Perfektion, den reichen Ressourcen der schottischen Highlands und der langen, sorgfältigen Reifung machen ihn zu einem besonderen Erlebnis. Wer einen vielseitigen, fruchtig-cremigen Single Malt sucht, findet mit Aberfeldy 12 Jahre einen treuen Begleiter für viele genussvolle Momente.

Die Fakten:

  • Region – Schottland / Highlands
  • Kategorie – Scotch Single Malt Whisky
  • Alkohol – 40%
  • Distillery – Aberfeldy
  • Preis – ca. 40 EUR (Tagespreis prüfen*)

Wenn Du dir selbst ein Bild von diesem Whisky machen möchtest, bekommst Du, sofern noch vorhanden, hier ein Sample.

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Ardmore Legacy

Single Malt Whisky Posted on 08/04/2019 21:48

Eine Flasche Ardmore Legacy, im Hintergrund eine alte Landkarte

Ardmore Legacy

Die Wahl eines Ortes für eine Destille ist eine Kunst für sich und eine, bei der Ardmore-Gründer Adam Teacher richtig lag. Die Destillerie befindet sich am oberen Ende der Northern Railway Line in den schottischen Highlands. Sie sorgte dafür, dass Ardmore schnell wachsen konnte, indem sie ihren Whisky schnell und problemlos in die Städte transportieren konnten. Dann brauchten Sie natürlich eine gute Wasserquelle. Seit dem ersten Tag wird das Wasser für die Produktion aus den natürlichen Quellen der Knockandy Hills gezogen. insoweit hat sich bei Ardmore wenig geändert, seit sie im Jahr 1898 angefangen haben zu brennen. Aber warum sollten Sie auch?

Hier haben wir den Einstiegs-Whisky der Ardmore-Reihe. Ein Highland Whisky mit einem Mix aus 80% getorftem und 20% ungetorftem Malz. Dieser Dram ist definitiv nicht für einen Trinker, der etwas Rauch in seinem Scotch ablehnt. Alles in allem fällt dies jedoch immer noch in die leicht zu trinkende Kategorie des torfigen Whiskys, ein idealer Dram, um einen Whisky mit Rauchgeschmack zu testen. Die Macher erklären, dass dieser Dram den natürlichen Highland-Geist verkörpert.

Geschmacksnoten für den Ardmore Legacy

Farbe: Heller Honig

Aroma: Karamellsüße mit einem Hauch von Torfrauch, der sich im Hintergrund versteckt

Geschmack: Mehr Rauch mit fruchtigen Nuancen von getrockneten Äpfeln

Abgang: Trocken mit Gewürznoten

*Aktueller Preis bei Amazon (Bezahlter Link, als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen)

Ebenfalls verkostet:

The Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish
Ardmore 20 Jahre

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Suntory Roku Gin

Gin, Japan Posted on 22/09/2018 14:12

Eine Flasche Suntory Roku Gin, im Hintergrund eine japanische Kirschblüten

Suntory Roku Gin

Der globale Spirituosengigant Beam Suntory kündigte Pläne für die Einführung des Roku Gin im Mai 2017 an. Roku („Sechs“ auf Japanisch) wurde in einer Brennerei in Osaka hergestellt und basiert auf mehr als 100 Jahren Erfahrung im Destillieren. Shinjiro Torii, Gründer von Suntory, eröffnete seine Destillerie im Jahr 1899 und brachte 1936 den Hermes Gin (Suntory’s erste Gin-Marke) auf den Markt. Torii’s Nachfolger haben weiterhin weltberühmte Spirituosen kreiert, die auf einem Erbe Torii´s aufbauen.

Roku Gin ist ein japanischer Craft Gin mit sechs japanischen Pflanzen (daher der Name); Sakura Blüten und Blätter, Sencha und Gyokuro Tees, Sansho Pfeffer und Yuzu Peel. Diese speziellen Zutaten werden während der vier Jahreszeiten geerntet, was ein ganzjähriges Japan-Gefühl schafft.

Diese unverwechselbaren Pflanzen werden einzeln, mit verschiedenen Destillationsverfahren, destilliert um den besten Geschmack zu erzielen und die individuellen Eigenschaften zu bewahren. Zarte Kirschblütenaromen werden durch Vakuumdestillation in einer Edelstahl-Destillierblase erreicht, während in einem traditionellen Kupferkessel noch kräftigere Aromen, wie die der Zitrusfrucht Yuzu, entstehen.

Die sechs Destillate werden dann mit acht traditionellen Gin-Botanicals (Wacholder, Koriander, Angelika-Samen und Wurzel, Zimt, Kardamom, Bitterorange und Zitronenschale) kombiniert, um einen ausgewogenen Geschmack des klassischen Gin mit japanischem Twist zu erzeugen. Ein wahrer Geschmack von Ost trifft West.

Geschmacksnoten für den Suntory Roku Gin

Farbe: klar

Aroma: Kirschblüte, grüner Tee, Pfeffer

Geschmack: Earl Grey, bittere Zitrusfrüchte, Wacholder

Abgang: Wermut, Tannin, trocken

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Ebenfalls verkostet: Suntory Toki Whisky

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