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Martins feine Geister

Whisky, Whiskey und andere Spirits

Der Schwerpunkt des Blogs liegt bei Whisky Tastings-Notes,  aber auch Informationen und News aus der Welt der feinen Geister kommen nicht zu kurz.

Bunnahabhain 13 Jahre Foursquare Rum Barrel

Single Malt Whisky Posted on 26/08/2026 20:34
Eine Flasche Bunnahabhain 13 Jahre Foursquare Rum Barrel auf einem Fass in der Abendstimmung

Illustrationsbild – erstellt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz.

Bunnahabhain 13 Jahre Foursquare Rum Barrel – Islay trifft Barbados

Eine außergewöhnliche Single-Cask-Abfüllung von Woodrow’s of Edinburgh mit 61,9 % Vol.

Bunnahabhain ist eine der Brennereien auf Islay, die immer wieder für Überraschungen gut ist. Während die Insel vor allem für kräftig rauchige und torfige Whiskys bekannt ist, zeigt Bunnahabhain seit vielen Jahren, dass Islay auch eine ausgesprochen elegante, fruchtige und maritime Seite besitzt.

Der Bunnahabhain 13 Jahre Old Foursquare Rum Barrel by Woodrow’s of Edinburgh geht dabei noch einen Schritt weiter.

Hier trifft charaktervoller Bunnahabhain Single Malt auf die exotische Süße eines First-Fill-Foursquare-Rumfasses. Abgefüllt wird die Einzelfassabfüllung mit kräftigen 61,9 % Vol. – und damit in voller Fassstärke.

Das Ergebnis ist ein Whisky, der zwei völlig unterschiedliche Welten miteinander verbindet: die getrockneten Früchte und feine maritime Salzigkeit von Bunnahabhain auf der einen Seite und tropische Früchte, Vanille, dunklen Zucker und warme Gewürze auf der anderen.

Woodrow’s of Edinburgh führt solche Einzelfassabfüllungen unter der Warehouse Reserve-Reihe. Die aktuell dokumentierte Bunnahabhain-Abfüllung stammt aus dem Jahrgang 2013, wurde am 20. Juli 2026 abgefüllt und umfasst 188 Flaschen. Die offizielle Fassangabe lautet: Refill Hogshead, anschließend in ein First-Fill-Foursquare-Rum Barrel umgelagert.

Damit ist bereits klar: Hier steht kein gewöhnlicher Bunnahabhain im Glas.

Bunnahabhain – die andere Seite von Islay

Wer an Islay denkt, hat häufig sofort kräftigen Torfrauch, maritime Salzigkeit und medizinische Aromen vor Augen.

Bunnahabhain nimmt innerhalb der Insel jedoch eine besondere Position ein.

Die Brennerei ist vor allem für ihren vergleichsweise milden, wenig rauchigen Hausstil bekannt. Statt massiver Torfrauchnoten stehen häufig Trockenfrüchte, Nüsse, maritime Aromen, Süße und eine feine Salzigkeit im Mittelpunkt.

Genau diese Eigenschaften machen Bunnahabhain zu einer hervorragenden Grundlage für Fass-Finishes.

Denn ein Whisky, der nicht bereits von intensivem Rauch dominiert wird, lässt dem Fass ausreichend Raum, seinen eigenen Charakter einzubringen.

Und genau das ist bei dieser Abfüllung passiert.

Woodrow’s of Edinburgh – unabhängiger Abfüller mit eigener Handschrift

Der Whisky stammt nicht aus der regulären Core Range von Bunnahabhain, sondern wurde von Woodrow’s of Edinburgh als unabhängige Abfüllung herausgebracht.

Woodrow’s konzentriert sich auf ausgewählte Einzelfässer und besondere Nachreifungen. Die Warehouse-Reserve-Abfüllungen werden laut Anbieter in natürlicher Fassstärke abgefüllt und ohne Kühlfiltration oder zusätzliche Färbung präsentiert.

Gerade solche unabhängigen Abfüllungen sind für Whiskyfreunde spannend.

Während eine Standardabfüllung einen möglichst konstanten Hausstil repräsentieren soll, darf ein Single Cask seine Individualität zeigen.

Fassnummer, Reifungsverlauf, Finish und Alkoholstärke können den Charakter eines solchen Whiskys erheblich beeinflussen.

Beim vorliegenden Bunnahabhain ist diese Individualität besonders deutlich.

Die Reifung – vom Hogshead ins Foursquare-Rumfass

Der Whisky wurde 2013 destilliert und zunächst in einem Refill Hogshead gereift.

Anschließend erfolgte die Umlagerung in ein First-Fill-Foursquare-Rum Barrel.

Und genau diese zweite Reifephase ist der entscheidende Punkt.

Ein First-Fill-Fass bringt besonders viel Einfluss aus seiner vorherigen Belegung mit. Bei einem Fass, das zuvor Foursquare-Rum enthielt, darf man entsprechend mit Noten rechnen, die man aus hochwertigem Barbados-Rum kennt: Vanille, tropische Früchte, Karamell, Melasse und warme Gewürze.

Das Spannende ist dabei nicht nur die zusätzliche Süße.

Der Rumfass-Einfluss legt sich wie eine zweite aromatische Schicht über den ursprünglichen Bunnahabhain-Charakter.

Dadurch bleibt der Whisky klar als Islay-Single-Malt erkennbar, bekommt aber gleichzeitig eine exotische Dimension.

61,9 % Vol. – Whisky in voller Kraft

Mit 61,9 % Vol. gehört diese Abfüllung definitiv zu den kräftigeren Whiskys.

Wer einen solchen Whisky zum ersten Mal probiert, sollte sich davon nicht abschrecken lassen.

Die hohe Alkoholstärke ist vielmehr eine Einladung, den Whisky in verschiedenen Varianten zu entdecken.

Pur zeigt er seine volle Kraft und Konzentration.

Mit einigen Tropfen Wasser verändert sich das Profil deutlich. Die Alkoholschärfe nimmt ab und weitere Frucht- und Süßnoten können stärker hervortreten.

Gerade bei dieser Abfüllung lohnt sich der Vergleich.

Ein Whisky mit über 60 % Vol. ist fast wie zwei Whiskys in einer Flasche: einmal pur und einmal mit etwas Wasser.

Tasting Notes

Aroma – tropische Früchte treffen auf Islay

Schon die Nase macht deutlich, dass hier etwas Besonderes im Glas steckt.

Der Foursquare-Rumfass-Einfluss ist sofort erkennbar.

Tropische Früchte, Vanille und dunkler Zucker stehen im Vordergrund.

Dazu kommen die für Bunnahabhain typischen getrockneten Früchte.

Die Frucht wirkt dadurch gleichzeitig exotisch und gereift.

Man findet Anklänge von reifer Banane, Mango und anderen tropischen Früchten, während Trockenfrüchte für eine dunklere und etwas schwerere Komponente sorgen.

Dazwischen liegt eine feine maritime Salzigkeit.

Genau diese salzige Note verhindert, dass die Süße zu dominant wird.

Das Ergebnis ist eine ausgesprochen interessante Nase zwischen Karibik und Islay.

Geschmack – Toffee, Steinobst und eine Prise Meer

Am Gaumen zeigt sich der Whisky zunächst kraftvoll.

Mit 61,9 % Vol. ist die Alkoholstärke natürlich präsent.

Doch unter dieser Kraft steckt ein erstaunlich gut strukturiertes Geschmacksbild.

Toffee und reifes Steinobst bilden die süße und fruchtige Grundlage.

Pfirsich, Aprikose und reife Pflaume lassen sich hier gut vorstellen.

Dazu kommt eine leichte Salzigkeit, die dem Whisky eine maritime Dimension verleiht.

Und genau diese Kombination macht den Whisky so spannend.

Auf der einen Seite stehen Süße, Vanille und Toffee.

Auf der anderen Seite Salz, Eiche und die charakteristische Küstenanmutung von Bunnahabhain.

Der Whisky wirkt dadurch nicht wie ein Rumfass-Finish, bei dem der ursprüngliche Single Malt vollständig überdeckt wurde.

Vielmehr entsteht ein echtes Zusammenspiel.

Abgang – süß, lang und würzig

Der Abgang ist lang und ausgesprochen angenehm.

Die Rumfassnoten bleiben präsent und bringen Melasse und warme Gewürze mit.

Dazu kommen weiterhin Trockenfrüchte und eine feine salzige Note.

Besonders schön ist, dass die Süße nicht abrupt verschwindet.

Stattdessen entwickelt sie sich langsam weiter.

Melasse, Toffee und Vanille gehen allmählich in warme Gewürze und Eiche über.

Die hohe Alkoholstärke sorgt dabei für eine lange Wärme.

Mit Wasser – unbedingt ausprobieren

Bei diesem Whisky gehört Wasser für mich ausdrücklich zur Verkostung dazu.

Nicht, weil die 61,9 % Vol. zu stark wären.

Sondern weil man dadurch eine zweite Seite der Abfüllung entdecken kann.

Bereits wenige Tropfen reichen.

Der Alkohol tritt etwas zurück und die Frucht kann stärker in den Vordergrund rücken.

Tropische Früchte, Vanille und süße Fassnoten werden zugänglicher.

Auch die maritime Seite des Bunnahabhain kann dadurch klarer hervortreten.

Meine Empfehlung: Erst pur probieren, anschließend vorsichtig mit Wasser experimentieren.

Whisky-Radar

KategorieEindruck
Fruchtigkeit⭐⭐⭐⭐⭐
Tropische Aromen⭐⭐⭐⭐⭐
Süße⭐⭐⭐⭐⭐
Würze⭐⭐⭐⭐½
Maritimer Charakter⭐⭐⭐⭐
Rumfass-Einfluss⭐⭐⭐⭐⭐
Komplexität⭐⭐⭐⭐½
Intensität⭐⭐⭐⭐⭐
Abgang⭐⭐⭐⭐⭐

Die große Stärke dieser Abfüllung liegt für mich in der Balance zwischen exotischer Süße und maritimer Frische.

Was macht diesen Bunnahabhain so besonders?

🥃 13 Jahre gereift

Genug Zeit, um dem Destillat eine solide Reife und Struktur zu verleihen.

🥃 First-Fill-Foursquare-Rumfass

Das besondere Finish bringt tropische Früchte, Vanille, Toffee, Melasse und warme Gewürze.

💪 61,9 % Vol.

Eine kraftvolle Abfüllung in Fassstärke, die viel Spielraum für die individuelle Verkostung bietet.

🌊 Typischer Bunnahabhain-Charakter

Trotz des starken Rumfass-Einflusses bleibt eine feine maritime Salzigkeit erhalten.

🌿 Naturbelassen

Die Abfüllung wird mit natürlicher Farbe und ohne Kühlfiltration präsentiert.

🥃 Single Cask

Die aktuell dokumentierte Abfüllung stammt aus Fass 7465 und wurde in einer Auflage von nur 188 Flaschen abgefüllt.

Bunnahabhain trifft Foursquare – warum funktioniert das?

Auf den ersten Blick scheinen Islay-Whisky und Barbados-Rum zwei völlig unterschiedliche Welten zu sein.

Und genau deshalb ist die Kombination so interessant.

Bunnahabhain bringt:

  • Trockenfrüchte
  • maritime Salzigkeit
  • Eiche
  • eine gewisse mineralische Frische
  • einen eleganten Inselcharakter

Das Foursquare-Rumfass ergänzt:

  • tropische Früchte
  • Vanille
  • Karamell
  • dunklen Zucker
  • Melasse
  • warme Gewürze

Die beiden Profile konkurrieren nicht miteinander.

Sie ergänzen sich.

Das Ergebnis ist ein Whisky, der gleichzeitig maritim, fruchtig, süß und würzig wirkt.

Für wen ist dieser Whisky geeignet?

Diese Abfüllung richtet sich ganz klar an erfahrene Whiskyfreunde.

Die Kombination aus 61,9 % Vol. und kräftigem Fassfinish ist nicht unbedingt das ideale Einstiegsmodell.

Wer dagegen gerne Cask Strength Whiskys probiert und ungewöhnliche Fassreifungen sucht, dürfte hier viel Freude haben.

Besonders interessant ist der Whisky für:

  • Fans von Bunnahabhain
  • Liebhaber von Rumfass-Finishes
  • Freunde tropischer Fruchtnoten
  • Cask-Strength-Fans
  • Sammler von Single-Cask-Abfüllungen
  • Whiskyfreunde, die gerne mit Wasser experimentieren

Vergleich mit dem Bunnahabhain 12 Jahre

Der klassische Bunnahabhain 12 Jahre ist deutlich zugänglicher.

Er zeigt den Hausstil der Brennerei sehr direkt: Trockenfrüchte, Nüsse, Süße und maritime Aromen.

Der 13-jährige Woodrow’s hingegen nimmt diesen Charakter und ergänzt ihn um eine ausgesprochen exotische Fasskomponente.

Bunnahabhain 12 Jahre

  • zugänglich
  • ausgewogen
  • maritim
  • fruchtig
  • vergleichsweise mild
  • ideal als Einstieg

Bunnahabhain 13 Jahre Foursquare Rum Barrel

  • 61,9 % Vol.
  • deutlich intensiver
  • tropische Früchte
  • Vanille und Toffee
  • Melasse und Gewürze
  • stärkerer Fasscharakter
  • Single Cask

Der 12-Jährige zeigt den klassischen Bunnahabhain.

Der 13-Jährige zeigt, was man mit diesem Grundcharakter anstellen kann.

Und genau deshalb würde ich beide gerne einmal direkt nebeneinander verkosten.

Food Pairing

Die Kombination aus süßen Rumfassnoten und maritimer Whiskycharakteristik eröffnet spannende Möglichkeiten.

🍫 Dunkle Schokolade

Die Kakaonoten der Schokolade harmonieren hervorragend mit Melasse und dunklem Zucker.

🍌 Tropische Früchte

Banane, Mango oder Ananas greifen die exotische Fassprägung auf.

🧀 Gereifter Käse

Ein kräftiger Hartkäse bringt einen schönen salzigen Gegenpol zur Süße.

🥜 Karamellisierte Nüsse

Haselnüsse oder Pekannüsse passen hervorragend zu Toffee und Vanille.

🍍 Gegrillte Ananas

Hier treffen tropische Frucht und karamellisierte Süße aufeinander.

Mein Favorit wäre eine Kombination aus gegrillter Ananas, dunkler Schokolade und karamellisierten Nüssen.

Der perfekte Genussmoment

Dieser Whisky ist definitiv kein Nebenbei-Dram.

Bei 61,9 % Vol. sollte man ihm Zeit geben.

Ein gutes Nosing-Glas, ein kleiner Ausschank und zunächst einige Minuten Ruhe sind ideal.

Dann zunächst pur verkosten.

Nach dem ersten Eindruck ein paar Tropfen Wasser hinzufügen und erneut probieren.

Gerade der Vergleich zwischen der puren und verdünnten Version macht bei dieser Abfüllung besonders viel Spaß.

Preis-Leistung

Bei einer limitierten Single-Cask-Abfüllung ist das Thema Preis-Leistung immer etwas schwieriger.

Man bezahlt nicht nur den Whisky, sondern auch die individuelle Fassauswahl, die geringe Flaschenzahl und die besondere Nachreifung.

Gleichzeitig bekommt man hier eine Abfüllung, die sich deutlich von einem Standard-Bunnahabhain unterscheidet.

Wer lediglich einen guten Islay-Whisky sucht, findet günstigere Alternativen.

Wer aber gezielt nach einem kräftigen, exotischen und ungewöhnlichen Single Cask sucht, bekommt hier etwas Besonderes.

Für mich ist deshalb vor allem die Kombination aus Foursquare-Rumfass, Fassstärke und Bunnahabhain-DNA der entscheidende Mehrwert.

Mein persönliches Fazit

Der Bunnahabhain 13 Jahre Old Foursquare Rum Barrel by Woodrow’s of Edinburgh ist genau die Art von Abfüllung, die unabhängige Abfüller interessant macht.

Hier wurde nicht versucht, einen möglichst massenkompatiblen Whisky zu schaffen.

Stattdessen durfte ein einzelnes Fass seinen eigenen Charakter entwickeln.

Und der ist bemerkenswert.

Tropische Früchte, Vanille und dunkler Zucker treffen auf getrocknete Früchte und die feine maritime Salzigkeit des Bunnahabhain.

Am Gaumen kommen Toffee und reifes Steinobst hinzu.

Im langen Abgang sorgen Melasse und warme Gewürze für einen ausgesprochen schönen Abschluss.

Die 61,9 % Vol. machen den Whisky zunächst kraftvoll und intensiv, bieten aber gleichzeitig die Möglichkeit, mit Wasser zu spielen und den Charakter weiter zu öffnen.

Besonders gefällt mir, dass das Rumfass den Bunnahabhain nicht komplett überdeckt.

Man erkennt weiterhin die Insel.

Nur trägt sie plötzlich ein kleines Stück Barbados im Gepäck.

Für mich ist dieser Bunnahabhain deshalb ein hervorragendes Beispiel dafür, wie spannend ein gut ausgewähltes Rumfass-Finish bei einem nicht stark rauchigen Islay-Malt sein kann.

Taunus Tastings Bewertung

KategorieBewertung
Aroma9,2/10
Geschmack9,3/10
Abgang9,4/10
Balance & Komplexität9,2/10
Preis-Leistung8,5/10

Gesamt: 9,1/10

Taunus Tastings Urteil: Hervorragend

Ein kraftvoller und ungewöhnlicher Bunnahabhain, der Islay-Charakter mit tropischer Foursquare-Rumfass-Süße verbindet.

Häufig gestellte Fragen

Wie alt ist der Bunnahabhain Foursquare Rum Barrel?

Die dokumentierte Abfüllung ist 13 Jahre alt. Sie wurde 2013 destilliert und 2026 abgefüllt.

Wie viel Alkohol hat der Whisky?

Die von dir verkostete Abfüllung wird mit 61,9 % Vol. in Fassstärke angegeben.

Welches Fass wurde verwendet?

Der Whisky reifte zunächst in einem Refill Hogshead und wurde anschließend in ein First-Fill-Foursquare-Rum Barrel umgelagert.

Was bedeutet Foursquare?

Foursquare ist eine renommierte Rum-Destillerie auf Barbados. Die Fässer bringen typischerweise süße, würzige und tropisch-fruchtige Aromen in einen Whisky ein.

Ist der Bunnahabhain stark rauchig?

Nein. Bunnahabhain ist grundsätzlich für einen eher wenig rauchigen Islay-Stil bekannt. Bei dieser Abfüllung stehen deshalb vor allem Frucht, Süße, Rumfass und maritime Noten im Mittelpunkt.

Sollte man den Whisky mit Wasser trinken?

Unbedingt ausprobieren. Bei 61,9 % Vol. kann Wasser den Whisky deutlich öffnen. Ich würde ihn allerdings zunächst pur verkosten und erst danach einige Tropfen Wasser hinzufügen.

Ist der Whisky kühlfiltriert?

Nein. Die Woodrow’s-Abfüllungen werden ohne Kühlfiltration und ohne zusätzliche Färbung präsentiert.

Wie viele Flaschen wurden abgefüllt?

Die aktuell dokumentierte Fassnummer 7465 wurde mit einem Outturn von 188 Flaschen abgefüllt.

Die wichtigsten Fakten

  • Destillerie: Bunnahabhain
  • Region: Islay, Schottland
  • Abfüller: Woodrow’s of Edinburgh
  • Serie: Warehouse Reserve
  • Alter: 13 Jahre
  • Jahrgang: 2013
  • Abgefüllt: 2026
  • Fassnummer: 7465
  • Erstreifung: Refill Hogshead
  • Finish: First-Fill-Foursquare-Rum Barrel
  • Alkohol: 61,9 % Vol.
  • Abfüllung: Single Cask / Cask Strength
  • Farbe: naturbelassen
  • Kühlfiltration: nein
  • Outturn: 188 Flaschen
  • Charakter: tropisch, süß, würzig, maritim und kräftig

Die genannten Fass- und Abfüllungsdaten stimmen mit den aktuell verfügbaren Angaben von Woodrow’s und den Produktdaten des Handels überein.

Transparenz-Hinweis

Die Tastingnotes und die persönliche Bewertung geben den individuellen Eindruck der Verkostung im Rahmen von Taunus Tastings wieder.

Produktinformationen zur Abfüllung wurden mit den verfügbaren Angaben des unabhängigen Abfüllers und ergänzenden Produktdaten abgeglichen.



Glenmorangie 23 Jahre Dr. Bill Lumsden x Azuma Makoto – Shinra Bansho

Uncategorised Posted on 13/08/2026 22:11

Illustrationsbild – erstellt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz.

Glenmorangie 23 Jahre Dr. Bill Lumsden x Azuma Makoto – Shinra Bansho

Manchmal entsteht ein Whisky nicht einfach aus der Idee, einen besonders alten Single Malt abzufüllen. Manchmal wird daraus ein Zusammenspiel von Whisky, Kunst und Natur.

Der Glenmorangie Dr. Bill Lumsden x Azuma Makoto 23 Jahre ist genau so eine Abfüllung. Gemeinsam mit dem japanischen Botanikkünstler Azuma Makoto schuf Glenmorangies Director of Whisky Creation, Dr. Bill Lumsden, einen außergewöhnlichen Single Malt, der die Vielfalt und Schönheit der Natur ins Glas bringen soll.

Der Whisky wurde 2024 als äußerst seltene Limited Edition vorgestellt. Seine Besonderheit liegt nicht allein im Alter von 23 Jahren, sondern vor allem in der ungewöhnlichen Kombination verschiedener Reifungen und der dahinterstehenden künstlerischen Idee.


Glenmorangie – Whisky aus dem „Tal der Ruhe“

Die Geschichte von Glenmorangie reicht offiziell bis ins Jahr 1843 zurück. Damals begannen William Matheson und seine Frau Anne mit dem Aufbau der Brennerei in Tain in den schottischen Highlands.

Der Name Glenmorangie wird häufig mit „Valley of Tranquility“ – Tal der Ruhe übersetzt. Die Brennerei liegt am Dornoch Firth und ist seit jeher eng mit der Landschaft der nördlichen Highlands verbunden. Hinweise auf frühere, teilweise illegale Whiskyproduktion in der Region reichen allerdings noch deutlich weiter zurück.

Eine Besonderheit von Glenmorangie sind die außergewöhnlich hohen Brennblasen. Sie gehören zu den höchsten in Schottland und tragen dazu bei, einen besonders leichten, eleganten und fruchtigen New Make Spirit zu erzeugen.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Glenmorangie zu einer der bekanntesten Highland-Destillerien. 2004 wurde die Brennerei schließlich von Moët Hennessy, der Weine- und Spirituosensparte des französischen Luxuskonzerns LVMH, übernommen.

Unter der Leitung von Dr. Bill Lumsden entwickelte Glenmorangie seine Vorliebe für außergewöhnliche Fassreifungen und kreative Whiskyexperimente konsequent weiter.

Und genau diese Experimentierfreude findet sich auch in dieser besonderen Abfüllung wieder.


Dr. Bill Lumsden trifft Azuma Makoto

Für diese Limited Edition arbeitete Dr. Bill Lumsden mit dem japanischen Botanikkünstler Azuma Makoto zusammen.

Makoto ist bekannt für seine außergewöhnlichen Arbeiten mit Pflanzen und Blumen. Seine Kunst beschäftigt sich immer wieder mit der Vergänglichkeit, Schönheit und Komplexität der Natur.

Das gemeinsame Projekt trägt den Namen „Shinra Bansho“.

Der japanische Begriff beschreibt sinngemäß alles, was in der Natur und im Universum existiert. Genau diese Idee sollte sich auch im Whisky widerspiegeln.

Azuma Makoto entwickelte passend zum Whisky ein botanisches Kunstwerk, das anschließend die Gestaltung der Verpackung prägt. Glenmorangie beschreibt die Zusammenarbeit deshalb nicht einfach als Gestaltung einer Sonderedition, sondern als künstlerische Auseinandersetzung mit den natürlichen Elementen, die den Whisky charakterisieren.


Die Reifung – zwei Whiskys, eine Komposition

Für den 23 Jahre alten Glenmorangie verwendete Dr. Bill Lumsden zwei unterschiedliche Whiskykomponenten.

Der erste Teil reifte lange in ehemaligen Bourbonfässern. Dadurch entwickelt der Whisky die für Glenmorangie typischen Zitrus-, Vanille- und Fruchtnoten.

Der zweite Whisky ist besonders interessant: Er wurde in Fässern veredelt, die zuvor Chardonnay-Weißwein aus der französischen Appellation Meursault im Burgund enthielten.

Es handelt sich dabei um eine Premiere für Glenmorangie. Dieser Chardonnay-Fassausbau bringt florale, erdige und komplexe Weinnoten in die Komposition. Anschließend wurden beide Whiskys miteinander vermählt.

Das Ergebnis ist ein 23 Jahre alter Single Malt mit 46 % vol., der laut Hersteller nicht kühlfiltriert wurde.


Verkostung

Farbe: Tiefes Kupfer

Ein intensiver, warmer Farbton, der bereits auf eine lange Reifung und die komplexe Fassgeschichte des Whiskys schließen lässt.

Aroma: Schon beim ersten Riechen zeigt sich ein ausgesprochen komplexes und vielschichtiges Bild.

Üppige Früchte treffen auf würzige Eiche und geröstete Kastanien. Gleichzeitig entsteht eine erdige Note, die an feuchten Waldboden erinnert.

Mit etwas Wasser öffnet sich der Whisky weiter. Frische Kräuter und zarte florale Aromen treten hervor. Dazu gesellen sich Anklänge von Weihrauch und Wein.

Besonders spannend ist hier das Zusammenspiel aus Frucht, Holz, Erde und floralen Nuancen. Die Nase wirkt weniger wie ein klassischer, süßer Glenmorangie, sondern deutlich erwachsener und komplexer.

Geschmack: Am Gaumen überrascht zunächst ein fast wachsartiges Mundgefühl.

Darauf folgen süß-fruchtige Aromen von Honig, Zitrone und Birne. Eine feine Note von Kakaopulver bringt zusätzliche Tiefe.

Im weiteren Verlauf treten holzige und balsamische Eindrücke hinzu. Die zuvor eher fruchtige Seite wird dadurch zunehmend erdiger und würziger.

Die 46 % vol. stehen dem Whisky dabei ausgesprochen gut. Er wirkt kraftvoll genug, um die zahlreichen Aromen zu transportieren, ohne seine Eleganz zu verlieren.

Abgang: Der Abgang ist ungemein weich und anhaltend.

Eukalyptus sorgt für eine frische, leicht kühlende Note. Dazu kommen geröstetes Eichenholz und sonnenverwöhnte Zitrone.

Die Frucht verschwindet nur langsam und macht schließlich Platz für die würzig-holzigen und balsamischen Eindrücke.

Ein bemerkenswert langer und eleganter Abschluss.


Shinra Bansho – Natur als Inspiration

Was diesen Glenmorangie besonders macht, ist die Verbindung zwischen dem Whisky und der Kunst.

Die Aromen erinnern tatsächlich an unterschiedliche Facetten einer natürlichen Landschaft: Zitrusfrüchte, Blumen, Kräuter, feuchter Waldboden, Holz und Gewürze.

Das Konzept von Shinra Bansho wird dadurch nicht nur über die Verpackung vermittelt. Es findet sich auch in der sensorischen Vielfalt des Whiskys wieder.

Dr. Bill Lumsden hat dafür keinen möglichst spektakulären Whisky geschaffen. Vielmehr geht es um Tiefe, Nuancen und das Zusammenspiel verschiedener Eindrücke.

Das passt hervorragend zu Glenmorangies grundsätzlicher Philosophie, mit unterschiedlichen Fassarten zu experimentieren und die Grenzen dessen auszuloten, was aus dem eigenen Single Malt entstehen kann.


Ein Whisky für Genießer

Der Glenmorangie 23 Jahre x Azuma Makoto richtet sich eindeutig an Whiskyfreunde, die komplexe und ungewöhnliche Abfüllungen zu schätzen wissen.

Wer vor allem den klassischen, leichten und fruchtigen Glenmorangie-Stil sucht, dürfte überrascht sein. Diese Abfüllung wirkt deutlich tiefer und erwachsener.

Besonders interessant ist sie für Genießer, die gerne Whisky mit Wein- bzw. Chardonnay-Fasseinfluss entdecken möchten.

Auch die Kombination aus Zitrusfrucht, Birne, Honig, Kakao, Kräutern und erdigen Holznoten macht ihn zu einem Whisky, bei dem sich ein längeres Verweilen im Glas lohnt.

Hier sollte man nichts überstürzen.


Mein Fazit

Der Glenmorangie 23 Jahre Dr. Bill Lumsden x Azuma Makoto ist weit mehr als eine weitere limitierte Sonderabfüllung.

Er verbindet langjährige Whiskytradition, außergewöhnliche Fassreifung und japanische Botanikkunst zu einem Gesamtkonzept.

Besonders beeindruckt mich die Balance zwischen den fruchtig-zitrischen Glenmorangie-Noten und den erdig-würzigen Aromen des Chardonnay-Fasseinflusses. Honig, Birne und Zitrone sorgen für Süße und Frische, während Kakao, Eiche, Kräuter und Waldboden dem Whisky seine Tiefe verleihen.

Die 23 Jahre merkt man ihm durchaus an – nicht unbedingt durch Schwere, sondern durch Ruhe, Komplexität und eine beeindruckende aromatische Entwicklung.

Für mich ist dies ein Whisky, bei dem die Zusammenarbeit zwischen Künstler und Whisky-Maker tatsächlich Sinn ergibt. Shinra Bansho ist nicht nur ein Name auf der Verpackung, sondern lässt sich im Glas nachvollziehen.

Taunus-Tastings-Bewertung

KategorieBewertung
Aroma9/10
Geschmack9/10
Abgang9/10
Balance & Komplexität9,5/10
Preis-Leistung7/10
Gesamt8,7/10

Die wichtigsten Fakten

  • Whisky: Glenmorangie Dr. Bill Lumsden x Azuma Makoto 23 Jahre
  • Destillerie: Glenmorangie
  • Region: Highlands, Schottland
  • Alter: 23 Jahre
  • Alkoholgehalt: 46 % vol.
  • Fassreifung: Ex-Bourbonfässer sowie Whisky mit Finish in Chardonnay-Fässern
  • Chardonnay-Fässer: Meursault, Burgund
  • Abfüllung: Limited Edition
  • Künstler: Azuma Makoto
  • Whisky Creation: Dr. Bill Lumsden
  • Besonderheit: nicht kühlfiltriert

Schlussgedanke

Manchmal erzählt ein Whisky eine Geschichte. Dieser hier erzählt von der Natur.

Von Zitrusfrüchten und Blumen, von feuchter Erde und Holz, von Kräutern und Gewürzen. Und vielleicht ist genau das die größte Stärke dieses außergewöhnlichen Glenmorangie: Er versucht nicht, die Natur zu kopieren – er lässt sie auf seine eigene Art im Glas entstehen.

Ein seltener Whisky für einen besonderen Moment.

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überarbeitet. Die Verkostungs- und Bewertungseindrücke geben die persönliche Einschätzung von Taunus Tastings wieder.



Clydeside 2026 Limited Edition

Single Malt Whisky Posted on 07/06/2026 16:42
Clydeside 2026 Limited Edition

Clydeside 2026 Limited Edition: Ein Lowland Single Malt auf dem Weg zur Weltbühne

Manche Whiskys erzählen nicht nur von Fassreifung, Herkunft und Handwerk – sie erzählen von einem Gefühl. Die Clydeside 2026 Limited Edition ist genau so eine Abfüllung. Sie steht für einen besonderen Moment, den Schottland im November 2025 gemeinsam erlebt hat: Jubel in den Straßen, Spannung bis zur letzten Sekunde und das kollektive Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Genau dieser Geist findet in dieser limitierten Edition seinen flüssigen Ausdruck.

Eine Familiengeschichte, die tief im Whisky verwurzelt ist

Dass hinter der Clydeside Distillery eine Familie mit großer Whiskytradition steht, ist kein Zufall. Die Wurzeln reichen zurück bis zu Stanley P. Morrison, der bereits 1925 am Aufbau von T. William Walker & Co. beteiligt war und kurz darauf A.D. Rattray übernahm. Gemeinsam mit Robert Lundie folgte 1936 die Übernahme der angesehenen Chivas Brothers. Später traten mit Tim und Brian Morrison zwei weitere prägende Namen in das Familiengeschäft ein. Über die Jahrzehnte hinweg war die Familie mit bekannten Brennereien wie Bowmore, Glen Garioch und Auchentoshan verbunden. 2017 erfüllte sich Tim Morrison schließlich den Traum, die Tradition des Single Malt Whiskys in Glasgow neu zu beleben – mit der Eröffnung der Clydeside Distillery im historischen Pumphouse am Queen’s Dock.

Was die 2026 Limited Edition besonders macht

Die Besonderheit dieser Abfüllung liegt in ihrer ungewöhnlichen, aber sehr stimmigen Fasskomposition. Zunächst reifte der Whisky in amerikanischen Bourbonfässern, bevor er ein Finish in kanadischen Roggenwhisky- und mexikanischen Tequila-Fässern erhielt. Damit greift die Destillerie Einflüsse aus den Gastgeberländern des Turniers auf und verbindet sie mit dem klaren, fruchtbetonten Stil der Clydeside. Das Ergebnis ist ein ausdrucksstarker Lowland Single Malt, der tropische Fruchtaromen, cremige Süße und eine würzige Frische gekonnt zusammenführt. Offiziell wird die Abfüllung als acht Jahre alter Whisky mit 46 % Vol., natürlicher Farbe und ohne Kühlfiltration beschrieben. Zudem ist sie auf 580 Flaschen limitiert. Diese Details werden von der offiziellen Produktseite der Clydeside Distillery bestätigt.

Tastingnotes:

Aroma: Im Glas zeigt sich der Whisky lebendig und zugänglich. In der Nase treffen Banane, Marshmallow und eine spritzige Zitronenbonbon-Note aufeinander.

Geschmack: Am Gaumen folgen Ananas, Vanille und Butter-Popcorn – eine Kombination, die gleichzeitig verspielt und rund wirkt.

Abgang: Im Abgang kommen frische Agave, Anis und eine wärmende Pfefferwürze zum Vorschein. Gerade dieses Wechselspiel aus Süße, Frucht und würziger Klarheit verleiht der Clydeside 2026 Limited Edition ihren eigenen Charakter.

Die Clydeside 2026 Limited Edition ist mehr als nur eine weitere Sonderabfüllung. Sie verbindet Familiengeschichte, Glasgower Destillationskultur und ein emotionales Sportereignis zu einer stimmigen Erzählung im Glas. Wer Freude an modernen Lowland Malts mit fruchtigem Profil und ungewöhnlichem Cask Finish hat, findet hier eine Abfüllung mit Wiedererkennungswert – lebendig, eigenständig und klar im Stil.

Die Fakten:

  • Herkunft – Schottland / Lowlands
  • Stil – Single Malt Whisky
  • Destille – Clydeside
  • Alter – NAS
  • Limitierung – 580 Flaschen
  • Reifung – American Bourbon, Canadian Rye & Mexican Tequila
  • Alkohol – 46%

*Aktueller Preis bei Amazon  (Bezahlter Link, als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen)

Ebenfalls verkostet: 1770 Glasgow Ruby Port Single Cask

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Aberfeldy 25 Jahre Anniversary Edition

Single Malt Whisky Posted on 11/05/2026 16:36
Aberfeldy 25 Jahre Anniversary Edition

Aberfeldy 25 Jahre Anniversary Edition: Ein Whisky-Jubiläum für Genießer*innen

Ein exklusiver Single Malt zum 125-jährigen Bestehen der Traditionsbrennerei

Wer die Welt der Whiskys erkundet, kommt an Aberfeldy kaum vorbei. Die schottische Highland-Brennerei blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück: Gegründet 1896 von der Familie Dewar, erlebte sie Höhen und Tiefen, darunter Produktionsstillstand während des Ersten Weltkriegs und mehrere Besitzerwechsel – zuletzt ging sie 1998 in den Besitz von Bacardi über. Trotz aller Veränderungen steht Aberfeldy heute für höchste Qualität und Innovationsgeist.

Zum 125-jährigen Jubiläum präsentiert Aberfeldy eine ganz besondere Abfüllung: die Aberfeldy 25 Jahre Anniversary Edition. Dieser exklusive Single Malt Whisky durfte ein ganzes Vierteljahrhundert in Refill Hogsheads ruhen, bevor er für seinen letzten Schliff in erstbefüllte Oloroso Sherryfässer gelegt wurde. Das Ergebnis? Ein komplexer, eleganter Whisky, der nicht nur die Tradition der Brennerei würdigt, sondern auch das Standardsortiment auf einzigartige Weise erweitert.

Tastingnotes: Das sensorische Erlebnis

Aroma: Wie ein Spaziergang durch die Highlands: Highland-Honig, wilde Erdbeeren und sonnengereifte Pfirsiche treffen auf Kakaopulver, cremiges Karamell und eine wärmende Note von Zimt.

Geschmack: Fruchtige Nuancen vereinen sich mit einer malzigen Getreidebasis und einem Hauch von Vanillekaffee – subtil und ausgewogen.

Abgang: Lang anhaltend und zufriedenstellend, mit einer eleganten Tiefe, die noch lange nach dem letzten Schluck begeistert.

Die Anniversary Edition ist streng limitiert und mit einem exklusiven Packaging versehen – ideal für Sammler*innen und alle, die sich ein Stück Whiskygeschichte gönnen möchten. Wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Genussmoment ist, findet in der Aberfeldy 25 Jahre Anniversary Edition einen Whisky, der sowohl geschmacklich als auch mit seiner faszinierenden Historie überzeugt.

 

Die Fakten:

  • Herkunft – Schottland / Highlands
  • Stil – Single Malt Whisky
  • Destille – Aberfeldy
  • Alter – 25 Jahre
  • Reifung – Refill Hogshead, Finish Oloroso Sherryfässer
  • Alkohol – 46%

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Tomatin 9 Jahre – 2007 Caribbean Rum

Uncategorised Posted on 30/04/2026 13:56
Tomatin 9 Jahre – 2007 Caribbean Rum

Tomatin 9 Jahre – 2007 Caribbean Rum

Ein einzigartiger Highland Single Malt in karibischen Rumfässern gereift

Die Geschichte

Die Geschichte der Tomatin Destillerie begann im Jahr 1897, als sie neben einem kleinen Dorf namens Tomatin, das etwa 24 Kilometer südlich von Inverness liegt, gegründet wurde. Tomatin ist gälisch und bedeutet „Hügel des Wacholderbusches“. Zu der Zeit war der Whisky-Boom auf seinem Höhepunkt und John MacDougall, John MacLeish, Alexander Allan und einige weitere Investoren bildeten die Tomatin Spey District Distillery Ltd.

Sie wählten als Standort der Destillerie diesen Ort in den Highlands aufgrund der frischen Wasserversorgung und der Eisenbahn, die den Platz passierte und zu dem nahe gelegenen Marktplatz namens Inverness führte. Tomatin Whisky war erfolgreich und einige Jahre später wurden vor Ort mehr als 30 Häuser für die Mitarbeiter gebaut. Auch heute leben noch 80% der Tomatin-Mitarbeiter hier auf dem Campus.

Nach kurzer Zeit der Schließung wurde Tomatin 1909 von einem Londoner Weinhandelsunternehmen übernommen. Diesem lagen natürlich viele Weinfässer vor, die auch zur Whiskylagerung eingesetzt werden konnten. Unter der neuen Führung lief Tomatin sehr erfolgreich. Im Jahr 1956 wurde den beiden originalen Stills zwei weitere Stills hinzugefügt. Im Jahr 1958 kam ein weiteres Paar dazu und 1961 stieg die Anzahl der Stills auf 10. Aber das war nichts im Vergleich zu 1974, als Tomatin die Anzahl seiner Stills auf 23 Stück erhöhte! Tomatin war damals die größte Brennerei in Schottland und produzierte jährlich 12 Millionen Liter Alkohol. Der meiste Malt Whisky ging dabei in großen Mengen an andere Unternehmen und Blends, wie z.B. Johnnie Walker, Chivas Regal und J & B.

Die Neuzeit

Aber als die Blase 1985 platzte, wurde das Unternehmen zur Auflösung gezwungen und die japanische Firma Takara Shuzo Ltd. kaufte die Brennerei in Zusammenarbeit mit der Handelsgesellschaft Okura und bildete Tomatin Distillery Company Ltd. Der Schwerpunkt von Tomatin änderte sich und es wurde mehr Wert auf Qualität als auf Quantität gelegt. Heute sind die Single Malts von Tomatin hochgeschätzt und die Nachfrage steigt und steigt.

Der Whisky

Diese limitierte Edition ist für Tomatin der erste Single Malt, der in karibischen Rumfässern reifte. Die tropischen Noten finden sich im Grundcharakter des Whiskys deutlich wieder und sorgen für ein unverwechselbares Geschmackserlebnis.

Tastingnotes

Aroma: Schöne leichte und angenehme Nase mit viel Frucht, insbesondere tropische Früchte wie Ananas und Kokosnuss. Man könnte fast meinen einen guten Rum im Glas zu haben.

Geschmack: Auch hier viel tropische Frucht, aber auch Würze. Eine angenehme Süße und im Hintergrund dunkles Karamell und Vanille, fast wie Crème brûlée.

Abgang: Sehr intensiv mit extrem viel Eiche. Trocken und fast schon brennend.

 

Die Fakten:

  • Herkunft – Schottland / Highlands
  • Stil – Single Malt Whisky
  • Destille – Tomatin
  • Alter – 9 Jahre
  • Reifung – Ex-Rumfass
  • Destillation – 01.01.2007
  • Limitierung – 6600 Flaschen
  • Alkohol – 46%

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Benriach Ex-Laphroaig Barrel

Uncategorised Posted on 29/04/2026 15:55
Benriach Ex-Laphroaig Barrel – Friends of Caskhound 9 Jahre 2016/2025

Benriach Ex-Laphroaig Barrel – Friends of Caskhound 9 Jahre 2016/2025

Die Geschichte

Die Brennerei Benriach wurde im Jahr 1898 von John Duff gegründet, der bereits die renommierte Longmorn-Brennerei besaß. Schon zwei Jahre nach der Eröffnung musste die Produktion aufgrund der damaligen Whiskykrise eingestellt werden, jedoch blieb die Brennerei teilweise in Betrieb und stellte weiterhin Malz für Longmorn her. Erst 1965 wurde Benriach von der Glenlivet Distillery Ltd. übernommen und die Produktion dauerhaft wieder aufgenommen. Im Jahr 1978 erfolgte der Verkauf an Seagrams, welche wiederum 2001 von Pernod Ricard übernommen wurden. Während dieser wechselvollen Jahre lief die Brennerei nie auf voller Auslastung, dennoch erschien 1994 der erste Single Malt unter dem Namen Benriach. 2004 wurde die Brennerei von einem unabhängigen Konsortium, The BenRiach Distillery Company Ltd., übernommen und konnte fortan eigenständig agieren. Noch im selben Jahr wurden die ersten Fässer unter neuer Führung befüllt. Seit Juni 2016 gehört Benriach gemeinsam mit Glendronach und Glenglassaugh zur Brown-Forman Corporation.

Der Whisky

Der hier vorgestellte Benriach reifte neun Jahre lang in einem Ex-Bourbonfass, in dem zuvor rauchiger Laphroaig-Whisky lagerte. Diese besondere Abfüllung wurde von Tilo Schnabel – The Caskhound – als Teil des „Friends of Caskhound“-Projekts ausgewählt und abgefüllt. Das Ergebnis ist ein spannendes Whisky-Experiment, das die fruchtig-süßen Noten von Benriach mit dem markanten Rauch der Islay-Brennerei Laphroaig verbindet. The Caskhound verfolgt das Ziel, außergewöhnliche Genusserlebnisse durch kreative Fasskombinationen zu schaffen – stets vielseitig, einzigartig und oftmals überraschend. Dieser Speyside-Whisky wird in naturbelassener Fassstärke mit 52,4% vol. abgefüllt, selbstverständlich ohne Farbstoff und ohne Kühlfilterung.

Tasting Notes

Aroma: Feiner Torfrauch trifft auf honigsüße Noten und frische Birnen. Im weiteren Verlauf zeigen sich Vanille und ein mineralisch-erdiger Unterton, abgerundet mit etwas Heidekraut. Reifer Pfirsich mit Karamellsauce und ein kühlender Hauch von Menthol vervollständigen das Bouquet.

Geschmack: Kräftige, würzige Rauchwellen und phenolische Noten dominieren zunächst, begleitet von einer feinen Jodnote aus dem ehemaligen Laphroaigfass. Nach und nach entwickelt sich eine angenehme Süße mit Eiche, Waldhonig und Vanille. Ein Hauch Stracciatella-Eis und dezente Ingwer-Schärfe runden das Finale ab.

Abgang: Der Abgang ist lang, würzig und trocken. Die Eichenwürze steht im Vordergrund, ein Hauch Frucht bleibt erhalten, begleitet von Schokoraspeln und etwas Gebäck – wie ein feines Dessert, das langsam ausklingt.

 

Die Fakten:

  • Herkunft – Schottland / Speyside
  • Stil – Single Malt Whisky
  • Destille – Benriach
  • Alter – 9 Jahre
  • Reifung – Ex-Laphroaig Bourbon Cask
  • Fassnummer – 106
  • Abfüller – The Caskhound
  • Destillation – 13.06.2016
  • Abfüllung – 24.07.2025
  • Limitierung – 239 Flaschen
  • Alkohol – 52,4%
  • Whisky.de exclusive

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Glencadam Reserva PX

Single Malt Whisky Posted on 15/03/2026 12:23
Glencadam Reserva PX – Pedro Ximénez Sherry Cask Finish – Small Batch

Glencadam Reserva PX – Pedro Ximénez Sherry Cask Finish – Small Batch

Ein exklusives Highland-Erlebnis mit außergewöhnlichem Fassfinish

Die Glencadam-Brennerei blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die im 19. Jahrhundert von häufigen Besitzerwechseln geprägt war. Obwohl das genaue Eröffnungsdatum nicht eindeutig belegt ist, gilt das Jahr 1825 als das offizielle Gründungsjahr. Der ursprüngliche Gründer, George Cooper, übergab die Leitung bereits 1827 an David Scott, der die Brennerei 1837 verkaufte. Da zunächst kein Käufer gefunden wurde, ruhte die Produktion für einige Zeit. Erst 1852 trat Alexander Milne Thomson als neuer Besitzer auf den Plan, und 1857 entstand die Glencadam Distillery Company. Im Jahr 1891 übernahm Gilmour Thompson & Company die Brennerei – der letzte Eigentümerwechsel für ein halbes Jahrhundert.

Im 20. Jahrhundert verlief die Entwicklung der Brennerei deutlich ruhiger. 1954 erwarb Hiram Walker & Sons Glencadam und modernisierte die Anlage umfassend. Die Ausstattung wurde auf den neuesten Stand gebracht und 1959 kamen zwei neue Brennblasen hinzu. 1987 kaufte Allied Lyons Hiram Walker & Sons, wodurch Glencadam-Whisky fortan in bekannten Blends wie Stewart und Ballantine’s verwendet wurde. Allied Lyons wurde 1994 zu Allied Domecq, doch 2000 zwang Überproduktion zur Stilllegung der Brennerei. Nach drei Jahren des Stillstands wurde Glencadam schließlich von Angus Dundee Distillers übernommen, die einen 15-jährigen Single Malt herausbrachten. 2008 erfolgte ein Rebranding, um die Marke weiter zu etablieren.

Heute gilt die kleine Highland-Brennerei Glencadam unter Whisky-Kennern als Geheimtipp. Mit der neuen Wood-Finish Serie zeigt sie eindrucksvoll, wie unterschiedliche Fasslagerungen den Charakter des Whiskys beeinflussen. Die Serie umfasst fünf verschiedene Abfüllungen, die jeweils ihr Finish in Weinfässern erhielten. Die Whiskys sind weder gefärbt noch kühlgefiltert und werden mit kräftigen 46,0% Vol. abgefüllt. Die Reserva PX Edition reift in ehemaligen Pedro Ximénez Sherry-Butts, die dem Whisky intensive Aromen von Sirup, dunklen Früchten, Schokolade und Gewürzen verleihen.

Tastingnotes

Aroma: Typische Einflüsse von Eichen- und Sherryfässern, begleitet von Noten dunkler Schokolade, Früchten in Sirup und würzigen Akzenten.

Geschmack: Vollmundig und intensiv, mit roten, dunklen Früchten, die von süßem Sirup und einem Hauch Karamell umhüllt sind.

Abgang: Mittellang und harmonisch, hinterlässt der Whisky süße und würzige Noten von Gewürzen und Früchten am Gaumen.

Die Glencadam Reserva PX überzeugt Liebhaber intensiver und komplexer Whiskys und bietet ein besonderes Genusserlebnis, das die Vielschichtigkeit schottischer Handwerkskunst widerspiegelt.

Die Fakten:

  • Herkunft – Highlands
  • Stil – Single Malt Whisky
  • Brennerei – Glencadam
  • Alter – NAS
  • Reifung – Pedro Ximenez Sherry Finish
  • Alkohol – 46%

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Ebenfalls verkostet: Glencadam 18 Jahre

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Longmorn 16 Jahre /2015

Single Malt Whisky Posted on 22/02/2026 16:37
Longmorn 16 Jahre /2015

Longmorn 16 Jahre /2015

Die Geschichte

Es war eine Zeit des Whiskybooms, und wie viele andere sprangen auch John Duff, Charles Shirres und George Thompson auf den Zug auf und gründeten eine Brennerei. Doch sie kannten ihr Geschäft und investierten ihre 20.000 Pfund gut: John Duff war zuvor Manager bei Glendronach und hatte bereits bei einigen anderen Brennereien gearbeitet. Er erkannte sofort die Chancen, die das Gelände hier in Elgin mit seinen Wasserquellen, der Gerste und der Eisenbahnanbindung bot. Die Produktion startete im Dezember 1894 und drei Jahre später zahlte Duff seine Partner aus.

Longmorn gedieh so gut, dass Duff eine zweite Brennerei gleich nebenan baute: Die Benriach Distillery. Doch im Jahr 1898 ging Duff wegen der Rezession auf dem Whiskymarkt und der Pleite vieler Aufkäufer bankrott und verkaufte alles. James Grant übernahm Longmorn, womit die Erfolgsgeschichte von Longmorn als Schlüsselkomponente in Blends begann. Longmorn fusionierte in den 70ern mit The Glenlivet zur The Glenlivet Distillers Ltd.. Die Produktionskapazität von Longmorn wurde 1972 und erneut 1974 verdoppelt.

Die Chivas and Glenlivet Group war Teil von Seagram, und zusammen mit dieser Firma wurde Longmorn im Dezember 2001 von Pernod Ricard übernommen.

Der Whisky

Der Longmorn 16 Jahre ist ein herausragender Single Malt Scotch Whisky aus der berühmten Speyside-Region Schottlands, der für seine harmonische Balance zwischen Fruchtigkeit, Malznoten und eleganter Würze bekannt ist. Hergestellt aus erstklassigem Malz, reift dieser Whisky über 16 Jahre in einer sorgfältig ausgewählten Kombination aus amerikanischen Ex-Bourbon- und europäischen Ex-Sherryfässern. Diese Reifung verleiht ihm eine bemerkenswerte Tiefe und Vielschichtigkeit: Die Bourbonfässer bringen weiche Vanille- und Karamellnoten, während die Sherryfässer subtile fruchtige und würzige Akzente hinzufügen, die sein Aroma abrunden und für ein komplexes Geschmackserlebnis sorgen. Der Longmorn 16 Jahre wird bewusst nicht kühlgefiltert abgefüllt, wodurch seine natürliche Textur und die volle Aromavielfalt erhalten bleiben. Im Glas zeigt er einen warmen Bernstein-Ton, begleitet von intensiven Noten reifer Früchte, Honig, Malz und einer feinen Würze. Am Gaumen entfaltet sich ein sanftes, elegantes Profil mit langanhaltendem Abgang – typisch für die traditionelle Speyside-Handwerkskunst.

Dieser Single Malt eignet sich sowohl für Whisky-Kenner als auch für Einsteiger, die einen hochwertigen, ausgewogenen Speyside Whisky erleben möchten. Ob pur, leicht mit Wasser geöffnet oder zu besonderen Genussmomenten kombiniert, der Longmorn 16 Jahre überzeugt durch seine aromatische Vielfalt und den charaktervollen, harmonischen Geschmack. Mit seiner 16-jährigen Reifung, der Fasskomposition und dem unverfälschten Profil ist er ein beeindruckender Vertreter der Speyside Whiskys und ein Muss für jede Whisky-Sammlung. Diese 16 Jahre alte Abfüllung ersetzt den bekannten 15-jährigen Longmorn.

Tastingnotes

Aroma: Zitrusfrüchte mit einer Spur Birne. Es entwickeln sich Honig, Gewürze und ein Hauch Salz.

Geschmack: Sehr komplex, Gerste, Früchte und Gewürze. Etwas Vanille, Kümmel und Jasmin halten sich im Hintergrund.

Abgang: Lang und ausgewogen.

Die Fakten:

  • Herkunft – Speyside
  • Stil – Single Malt Whisky
  • Brennerei – Longmorn
  • Alter – 16 Jahre
  • Reifung – Amerikanische Ex-Bourbonfässer und europäische Ex-Sherryfässer
  • Alkohol – 48%

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Ebenfalls verkostet: Glenlossie 30 Jahre

Wenn Du dir selbst ein Bild von diesem Whisky machen möchtest und nicht gleich eine ganze Flasche kaufen willst bekommst Du, sofern noch vorhanden, hier ein Sample.

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