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Martins feine Geister

Whisky, Whiskey und andere Spirits

Der Schwerpunkt des Blogs liegt bei Whisky Tastings-Notes,  aber auch Informationen und News aus der Welt der feinen Geister kommen nicht zu kurz.

Säntis Apricot Malt Liqueur

Diverses Posted on 08/05/2022 20:27
Eine Flasche Santis Apricot Malt Liqueur, im Hintergrund Aprikosen

Santis Apricot Malt Liqueur

Wenn die meisten Menschen an die Schweiz denken, denken sie an Lederhosen, feine Uhren und ihr berühmtes Armeemesser. Wenn ich an die Schweiz denke, denke ich an Säntis Malt Whiskys und die Brauerei Locher. Die Brauerei Locher ist seit längerer Zeit eine Bierbrauerei, eines Tages stellten sie fest, dass sie die Werkzeuge und das Talent hatten und die Schweiz einen lokalen Whisky brauchte. Also machten sie sich daran, ihre Säntis Whiskys zu destillieren. Es stellt sich heraus, dass diese Schweizer auch ziemlich gut darin sind.

Der Säntis Apricot Malt Liqueur basiert auf ihrem berühmten Schweizer Säntis Malt Whisky, der in Bierfässern gereift wurde. Sie fügen reinen Rohrzucker und natürliche Aprikosenaromen hinzu, um ein üppiges, volles Aroma und Mundgefühl zu entwickeln. Der Säntis Apricot Malt Liqueur wird mit 35% vol. abgefüllt und glänzt als köstlicher Aperitif.

Geschmacksnoten für diesen Likör

Farbe: Mittlerer Bernstein

Aroma: Aprikosennoten mit einem Hauch Marzipan, Apfel und floralen Noten

Geschmack: Süß mit Noten von Aprikosenbrandy, gefolgt von Mandelkeksen, Zimtäpfeln und Orangenschale.

Abgang: Lang, reichhaltig

Die Fakten:

  • Region – Schweiz
  • Kategorie – Likör
  • Destillerie – Brauerei Locher
  • Alter – NAS
  • Alkohol – 35%

*Aktueller Preis bei Amazon (Bezahlter Link, als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen)

Ebenfalls verkostet: Säntis Plum Malt Liquer

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Dalwhinnie Triple Matured (Exclusive „Friends of Classic Malts“ Bottling)

Single Malt Whisky Posted on 30/11/2018 17:24

Eine Flasche Dalwhinnie Triple Matured (Exclusive "Friends of Classic Malts" Bottling), im  Hintergrund eine Winterlandschaft in Schottland

Dalwhinnie Triple Matured (Exclusive „Friends of Classic Malts“ Bottling)

Dalwhinnie in Schottland hat 80 Einwohner. Es gibt ein kleines Schulhaus, eine Kneipe, ein Gasthaus, einen Bahnhof und … natürlich die Dalwhinnie Distillery. Die 1897 von John Grant gegründete Brennerei ist berühmt als kälteste und „höchste“ Brennerei in Schottland. In diesem Fall handelt es sich um eine Höhenlage, die sich auf rund 340 Meter über dem Meeresspiegel befindet.

Nur 10% der Produktion landen in ihren Single Malts. Es handelt sich um eine kleine Brennerei mit nur einem Wash- und einem Spirit-Still. Der Rest geht in den berühmten Blended Scotch „Black & White“.

Die Dalwhinnie Triple Matured Edition ist eine äußerst limitierte Edition, die speziell für die „Friends of Classic Malts“ hergestellt wurde. Sie wurde dreifach in klassischen Fäassern der Distillerie, ehemaligen Bodega-Fässern und europäischen Eichenfässern gereift.

Das Endergebnis ist ein komplexer, vollmundiger Dalwhinnie, in dem die charakteristischen leichten floralen Noten der regulären Abfüllung durch eine ausgewogene, einladende pikantem Würze angereichert werden. Die höheren 48% vol. verleihen dem Whisky etwas mehr Kick und Geschmack!

Geschmacksnoten für diesen Whisky

Farbe: Bronze, Gold

Aroma: Weiche Blumennoten, reichhaltiger Honig, ein Hauch Sherry

Geschmack: Vollmundig, aber fein ausbalanciert, fruchtiger und blumiger Charakter.

Abgang: Langsam, intensiv und würzig süß

Ebenfalls verkostet: Dalwhinnie 15 Jahre

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Nikka Coffey Malt Whisky

Japan Posted on 09/11/2018 16:57

Eine Flasche Nikka Coffey Malt, im Hintergrund eine Steinskulptur in Japan

Nikka Coffey Malt

Nikka ist das Synonym für japanisches Whiskyhandwerk und Kultur. Nikka wurde 1934 von Masataka Taketsuru, dem Vater des japanischen Whiskys, gegründet. Ein wahrer Visionär und Pionier der Whisky-Industrie in Japan. Er hat sein Handwerk in Schottland gelernt und mit nach Japan gebracht.

Das Unternehmen verfügt über zwei funktionierende Brennereien – Yoichi und Miyagikyo. Letztere wurde 1969 gegründet, dreißig Jahre nach Yoichi. Taketsuru soll über den malerischen Ort zufällig gestolpert sein und sein Potenzial als erstklassigen Ort für die Whisky-Produktion erkannt haben. Gut, dass er es auch tat, denn die weichere Natur der Miyagikyo-Whiskys ergänzt die großen, rauchigen Spirits von Yoichi wunderbar. Elegant und doch robust.

Die hohe Luftfeuchtigkeit und Luftreinheit von Miyagiko ist fast dieselbe wie in der Region Cairngorms im Herzen Schottlands. Nur die Kirschbäume erinnern daran, dass sich der Standort im Herzen Japans und nicht in den Highlands befindet. Die Brennerei, eine der modernsten Anlagen Japans, verwendet zwei alte Coffey-Stills aus dem 19. Jahrhundert. Modern und doch traditionell.

Und genau diese Coffey-Stills in Miyagikyo machen den Nikka Coffey Malt zu etwas Besonderem. Während die meisten Destillerien ihre Coffey-Stills nur für die Herstellung von Grain-Whisky verwenden, verwendet Nikka sie in diesem Fall für 100% Malt-Whisky, der normalerweise in Kupfer-Stills hergestellt wird. Und genau das macht diesen Whisky einzigartig. Zart und doch würzig.

Bei Nikka dreht sich alles um Gegensätze und Widersprüche. Das Beste aus beiden Welten. Taketsuru mag gegangen sein, aber sein Geist bleibt.

Der Nikka Coffey Malt wurde von Jim Murray in seiner Whisky Bible 2018 als „japanischer Whisky des Jahres“ bezeichnet!

Geschmacksnoten für diesen Whisky

Farbe: Dunkler Bernstein

Aroma: Banane, Eiche, Haferflocken

Geschmack: Vanille, Schokolade, Muskatnuss

Abgang: Cremig, süß und malzig

Ebenfalls verkostet:

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Auchentoshan The Bartender’s Malt

Single Malt Whisky Posted on 14/09/2018 13:22

Eine Flasche Auchentoshan Bartenders Malt, im Hintergrund eine Zapfanlage

Auchentoshan The Bartender’s Malt

Auchentoshan klingt wie der Name eines mittelalterlichen Kriegers, er bedeutet auf Gälisch „das Feld in der Ecke“. Die Einheimischen nennen sie „Glasgow’s Malt Whisky“, weil die Destillerie in der Nähe von Glasgow liegt. Sie ist eine der wenigen verbleibenden Lowland Destillen. Auchentoshan macht vier Dinge ganz besonders: Sie mälzen die Gerste nur leicht, sie benutzen kein Torf, sie destillieren dreifach und sie reifen ihre Whiskys nur in Premium Bourbon-, Sherry-, Portwein- und anderen Weinfässern.

Der Auchentoshan The Bartender’s Malt ist eine interessante neue Idee. Auchentoshan veranstaltet jährlich den Cocktailwettbewerb „New malt Order“ unter vielen Barkeepern. Eine Jury der besten zwölf Teilnehmer aus aller Welt versammelt sich, um Fässer aus den Lagern von Auchentoshan zu probieren und zu blenden. Jedes Jahr ist es eine andere Gruppe von Barkeepern, die verschiedene Fässer auswählen – heraus kommt eine streng limitierte Version, die jedes Jahr ein bisschen anders schmeckt. Auchentoshan hat eine lange Erfahrung bei der Verwendung von Weinfässern in denen sie den Whiskys bis zu 20 Jahren lagern und reifen, aber das charakteristische Schokoladenaroma, für das sie berühmt sind, scheint immer durch.

Geschmacksnoten für diesen Whisky

Farbe: Helles Gold

Aroma: Aprikose, Milchschokolade und Tabakblätter

Geschmack: Croissants und Sahne mit etwas Birne und Ingwer

Abgang: Lang und warm

Ebenfalls verkostet:

Auchentoshan 14 Jahre Cooper’s Reserve
Auchentoshan Blood Oak

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Dalmore Cigar Malt Reserve

Single Malt Whisky Posted on 08/02/2018 16:43
Eine Flasche Dalmore Cigar Malt und eine Balmoral Royal Selection Maduro Corona

Dalmore Cigar Malt: Geschichte, Charakter und Genusskultur

Eine schottische Ikone zwischen Tradition und Innovation

In den windgepeitschten Weiten der schottischen Highlands, wo der Firth of Cromarty sich ruhig ans Ufer schmiegt, erhebt sich die Dalmore Distillerie – seit 1839 ein Symbol für kompromisslosen Genuss und handwerkliche Perfektion. Der Dalmore Cigar Malt ist heute nicht nur unter Whisky-Enthusiast*innen ein Begriff, sondern verweist auch auf eine bewegte, faszinierende Geschichte.

Die Gründung und Entwicklung der Dalmore Distillerie

Die Geschichte von Dalmore beginnt mit Alexander Matheson, einem Mann, dessen Lebensweg von globalem Handel und Abenteuerlust geprägt war. Matheson, der sein Vermögen mit (aus heutiger Sicht moralisch fragwürdigen) Opiumimporten aus Fernost gemacht hatte, gründete 1839 die Dalmore Distillerie am nördlichen Ufer des Firth of Cromarty. Über die Jahre wechselte die Destillerie mehrfach die Besitzer, doch der Clan Mackenzie prägte Dalmore wie kein anderer: Über Jahrzehnte führten die Mackenzies das Haus und hinterliessen einen bleibenden Eindruck – symbolisiert durch den charakteristischen Zwölfender-Hirsch, der jede Flasche Dalmore ziert. Die Legende um dieses Hirschsymbol reicht zurück bis ins Jahr 1263: Der Clanchef der Mackenzies rettete König Alexander III. von Schottland vor einem angreifenden Hirsch, indem er das Tier mit einem einzigen Pfeil tötete. Als Dank wurde dem Clan das Recht verliehen, den stolzen Zwölfender in seinem Wappen zu führen – und so thront er noch heute über jedem Dalmore-Whisky.

Innovation und Pioniergeist

Dalmore ist eine Destillerie der Superlative und der Innovationen. Sie rühmt sich, einen der teuersten Whiskys der Welt produziert und als erste schottische Brennerei Single Malt Whisky exportiert zu haben. Auch architektonisch ist sie bemerkenswert: Ihre kupfernen Brennblasen (Stills) unterscheiden sich in Form und Grösse von den meisten anderen Destillen, was zu einem besonders vielschichtigen und eleganten Destillat beiträgt. Die Lage in den Northern Highlands – ungefähr auf halber Strecke zwischen Inverness und Tain – bietet Zugang zu klarem Quellwasser und einem Klima, das ideale Bedingungen für die Reifung schafft.

Handwerk und Reifung: Das Besondere an Dalmore

Was Dalmore von anderen schottischen Destillen unterscheidet, liegt in der Sorgfalt und Raffinesse der Herstellung. Zwar reifen alle Dalmore-Whiskys zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern, doch das ist erst der Anfang. Die eigentliche Kunst zeigt sich im weiteren Ausbau: Der Dalmore Cigar Malt zum Beispiel reift zu 70 % in über zwölf Jahre alten Matusalem Gonzalez Byass Sherry-Fässern, die dem Whisky eine einzigartige Fülle, Süße und aromatische Tiefe verleihen. Die übrigen Fässer sind Ex-Bourbon-Fässer, und zum Abschluss erhält der Whisky ein Finish in Premier Cru Cabernet Sauvignon Weinbarriques. Diese Kombination aus Sherry und Rotwein sorgt für Komplexität, Fruchtigkeit und einen Hauch von Eleganz, der den Dalmore Cigar Malt prägt.

Die Geschichte des Dalmore Cigar Malt

Der Dalmore Cigar Malt Reserve gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Sonderabfüllungen des Hauses. Ursprünglich wurde er speziell für den Export entwickelt und sollte den besonderen Genussmoment unterstreichen, wenn ein gehaltvoller Whisky mit einer Zigarre kombiniert wird. Doch im Jahr 2009 entschied sich das Marketingteam, die Abfüllung einzustellen – möglicherweise aus Sorge, der Name „Cigar Malt“ könnte missverständlich oder politisch unkorrekt sein. Die Reaktion der Fans war eindeutig: Enttäuschung machte sich breit, und die Nachfrage nach dem Cigar Malt blieb ungebrochen. Zwei Jahre später, 2011, lenkte Dalmore ein und brachte den Cigar Malt zurück in die Regale – zur Freude aller Liebhaber*innen. Was aus dem entscheidenden Marketing-Mitarbeiter wurde, darüber schweigt die Geschichte.

Cigar Malt: Mehr als ein Begleiter zur Zigarre

Es ist wichtig zu betonen: „Cigar Malt“ bedeutet keineswegs, dass dieser Whisky ausschließlich im Zusammenspiel mit einer Zigarre genießbar wäre. Vielmehr weist die Bezeichnung darauf hin, dass der Dalmore Cigar Malt ein so üppiges, vielschichtiges und aromatisch ausgewogenes Profil hat, dass er sich besonders gut als Begleiter zu einer Zigarre eignet – aber auch pur ein herausragendes Erlebnis ist.

Whisky und Zigarre: Ein harmonisches Duett

Ein Paradebeispiel für ein gelungenes Pairing ist die Kombination des Dalmore Cigar Malt mit einer Balmoral Royal Selection Maduro Corona. Hier treffen zwei Genusswelten aufeinander, die sich gegenseitig bereichern: Die vollmundige Kraft des Whiskys – geprägt von Aromen von Zitronen- und kandierter Orangenschale – besänftigt die würzigen, erdigen Noten der Zigarre. Der vergleichsweise niedrige Alkoholgehalt des Dalmore sowie dessen Karamellnoten verstärken die Süße und runden so das Raucherlebnis ab, ohne dass der eine Genuss dem anderen die Schau stiehlt. Auch für alle, die keine Zigarren rauchen, ist der Dalmore Cigar Malt ein Erlebnis: Die sorgfältige Auswahl der Fässer und die lange Reifezeit sorgen für eine außergewöhnliche Tiefe, die den Gaumen begeistert.

Sensorik: Farbe, Aroma, Geschmack und Abgang

Farbe: Dunkle Bronze – tief und einladend, mit goldenen Reflexen, die an einen langen Sonnenuntergang über den Highlands erinnern.

Aroma: In der Nase zeigen sich vielschichtige Noten von dunkler Schokolade, frischem Toffee und einem Hauch von Buttergebäck. Die Sherryfass-Reifung bringt getrocknete Früchte und einen Anflug von Karamell zum Vorschein.

Geschmack: Der erste Schluck offenbart sofort Toffee, cremigen Karamell und Sultaninen. Begleitet wird das Ganze von einer angenehmen Süße, die perfekt mit der Würze des Whiskys harmoniert. Mit jedem weiteren Schluck eröffnen sich neue Facetten – von röstigen Nüssen über Zitrusnoten bis hin zu einem dezenten Hauch von Eichenholz.

Abgang: Der Dalmore Cigar Malt verabschiedet sich mit einem mittel-langen, aromatisch vielschichtigen Finish. Kandierte Orangenschale und ein Hauch von Gewürznelke bleiben zurück und laden dazu ein, den nächsten Schluck bewusst zu genießen.

Fazit: Der Dalmore Cigar Malt als Symbol für Genuss und Handwerkskunst

Der Dalmore Cigar Malt verbindet auf einzigartige Weise Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Innovation. Seine Geschichte ist geprägt von mutigen Entscheidungen, handwerklicher Präzision und einer Leidenschaft für Genuss, die ihresgleichen sucht. Nicht nur das legendäre Hirsch-Symbol, sondern auch die außergewöhnliche Fassauswahl und das harmonische Zusammenspiel mit Zigarren machen ihn zu mehr als einem Whisky – er ist ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Ob pur oder zur Zigarre, der Dalmore Cigar Malt lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen und jeden Moment voll auszukosten.

Die Fakten:

  • Herkunft – Schottland / Highlands
  • Stil – Scotch Single Malt
  • Destille – Dalmore
  • Reifungszeit – NAS
  • Reifung – Ex-Bourbon-Fässer
  • Alkohol – 46,3%

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Ebenfalls verkostet:

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