
The Speyside Connection 10 Jahre – Speyside in ihrer intensivsten Form
Macallan trifft Tamdhu – eine außergewöhnliche Verbindung von Reife, Sherry und Kraft
Mit dem The Speyside Connection 10 Jahre präsentiert North Star Spirits die vierte Edition der Connections-Serie – und schon die Zusammensetzung macht diese Abfüllung ausgesprochen interessant.
Hier treffen verschiedene Speyside-Destillate aufeinander, darunter Macallan 35 Jahre, Tamdhu 20 Jahre und Macallan 10 Jahre. Vermählt wurden damit Whiskys mit teilweise deutlich höherem Alter als die Altersangabe des fertigen Blended Malts vermuten lässt.
Gereift beziehungsweise geprägt von Sherry Butts und Hogsheads und mit kräftigen 52 % vol. abgefüllt, richtet sich diese Small-Batch-Edition ganz klar an Whiskyfreunde, die intensive Sherryaromen, eine kräftige Textur und komplexe Speyside-Whiskys schätzen.
North Star Spirits – unabhängige Whiskyabfüllungen mit eigenem Charakter
Hinter The Speyside Connection steht North Star Spirits, ein unabhängiger schottischer Abfüller, der sich insbesondere mit limitierten Single-Cask- und Small-Batch-Abfüllungen einen Namen gemacht hat.
Die Connections-Serie verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Statt ausschließlich ein einzelnes Fass oder eine einzelne Brennerei in den Mittelpunkt zu stellen, geht es um die Verbindung verschiedener Destillate.
Genau dieses Konzept macht den The Speyside Connection 10 Jahre spannend.
Die Abfüllung verbindet verschiedene Speyside-Charaktere und versucht daraus ein eigenständiges Gesamtbild zu schaffen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die einzelne Brennerei, sondern das Ergebnis des Zusammenspiels.
Eine außergewöhnliche Whisky-Zusammensetzung
Besonders bemerkenswert ist die Kombination der verwendeten Destillate:
- Macallan 35 Jahre
- Tamdhu 20 Jahre
- Macallan 10 Jahre
Damit treffen ausgesprochen reife Whiskykomponenten auf einen jüngeren Macallan.
Gerade diese Kombination kann für interessante Kontraste sorgen. Während die älteren Komponenten für Tiefe, Holzreife und komplexere Fruchtnoten stehen, bringt der jüngere Whisky zusätzliche Frische und einen ausgeprägteren Destilleriecharakter ein.
Die Reifung in Sherry Butts und Hogsheads verstärkt dabei die dunklere, fruchtige Seite des Blended Malts.
Das Ergebnis ist ein Whisky, bei dem Sherry, Frucht und Eiche klar im Mittelpunkt stehen.
Die Verkostung
Farbe: Schon optisch zeigt der The Speyside Connection 10 Jahre, wohin die Reise geht.
Im Glas präsentiert sich der Whisky in einem dunklen Bernstein- bis Kupferton. Die intensive Farbe passt hervorragend zu seinem angekündigten Sherrycharakter und lässt bereits einen kraftvollen und fruchtbetonten Whisky erwarten.
Aroma: In der Nase zeigt sich der The Speyside Connection ausgesprochen intensiv.
Sultaninen und Trockenfrüchte stehen im Mittelpunkt und werden von süßem Toffee begleitet. Dahinter erscheinen feine Zimtnoten und polierte Eiche.
Die Sherryprägung wirkt dabei warm und dicht, ohne die fruchtigen Komponenten vollständig zu überdecken.
Mit etwas Zeit im Glas entwickelt sich das Bouquet weiter. Süße, Würze und Holz verbinden sich zu einem tiefen und harmonischen Eindruck.
Gerade die Kombination aus Sultaninen, Toffee und Zimt vermittelt bereits in der Nase den Eindruck eines kräftigen und sehr sherrybetonten Speyside-Whiskys.
Geschmack: Am Gaumen zeigt der The Speyside Connection 10 Jahre dann seine ganze Kraft.
Der Antritt ist fruchtig, süß und intensiv. Lebendige Fruchtnoten treffen auf warmes Karamell und eine deutliche Zimtwürze.
Dazu kommt eine cremige und dichte Textur, die dem Whisky trotz seiner hohen Alkoholstärke eine bemerkenswerte Geschmeidigkeit verleiht.
Die gereiften Speyside-Komponenten bringen zusätzliche Tiefe ins Spiel. Besonders interessant ist dabei das Wechselspiel zwischen Frucht, Sherrysüße, Karamell und würziger Eiche.
Die Fassreifung zeigt sich deutlich, ohne dass der Whisky ausschließlich von Holz geprägt wird.
Der Abgang: Der Abgang ist lang, wärmend und würzig.
Die dunkle Sherrynote bleibt lange erhalten. Dazu kommen Rosinen, edles Holz und eine warme Gewürznote.
Besonders die Kombination aus Trockenfrüchten und Eiche sorgt für einen nachhaltigen Eindruck.
Mit der Zeit wird der Whisky trockener und würziger, bevor sich die letzten dunklen Fruchtnoten langsam verabschieden.
52 % vol. – Kraft mit Struktur
Diese Alkoholstärke gibt dem Whisky ordentlich Druck. Gleichzeitig sorgt die cremige Textur dafür, dass die Kraft nicht zum Selbstzweck wird.
Wer möchte, kann dem Whisky einige Tropfen Wasser gönnen. Gerade bei einer Abfüllung mit 52 % vol. kann sich dadurch das Aromenspektrum weiter öffnen.
Dabei würde ich allerdings zunächst unbedingt einen Dram pur probieren. Erst danach lässt sich beurteilen, ob und wie viel Wasser dem persönlichen Geschmack entspricht.
Was macht den The Speyside Connection 10 Jahre besonders?
Es ist vor allem die Zusammensetzung.
Ein Whisky, der Macallan 35 Jahre, Tamdhu 20 Jahre und Macallan 10 Jahre miteinander verbindet, erzählt eine ganz andere Geschichte als ein klassischer Single Malt.
Dabei darf man die Altersangabe nicht falsch verstehen: Die Bezeichnung 10 Jahre bedeutet bei einem Blended Malt beziehungsweise Whisky-Blend nicht, dass sämtliche verwendeten Komponenten zehn Jahre alt sind. Für die Altersangabe eines Scotch Whiskys ist grundsätzlich der jüngste enthaltene Whisky maßgeblich.
Das macht die Kombination aus den genannten älteren Komponenten besonders interessant.
Die Abfüllung zeigt damit sehr schön, wie beim Blending unterschiedliche Whiskycharaktere miteinander verbunden werden können.
Für wen eignet sich der The Speyside Connection 10 Jahre?
Dieser Blended Malt dürfte vor allem Whiskyfreunde ansprechen, die kräftige Sherrywhiskys mögen.
Wer dunkle Früchte, Sultaninen, Karamell, Schokolade, Zimt und Eiche schätzt, findet hier ein interessantes Aromenspiel.
Auch Freunde unabhängiger Abfüllungen kommen auf ihre Kosten. Die Small-Batch-Ausrichtung und die ungewöhnliche Zusammensetzung machen den Whisky zu einer spannenden Ergänzung für eine gut sortierte Whiskybar.
Für Einsteiger ist die Kombination aus hoher Alkoholstärke und intensiver Sherryprägung dagegen möglicherweise etwas anspruchsvoller.
Mein persönlicher Eindruck
Der The Speyside Connection 10 Jahre ist für mich vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Zusammensetzung interessant.
Macallan 35 Jahre, Tamdhu 20 Jahre und Macallan 10 Jahre in einer Abfüllung zu verbinden, ist schon auf dem Papier eine spannende Idee. Im Glas steht dann vor allem die dunkle, süße und würzige Seite der Speyside im Mittelpunkt.
Sultaninen, Toffee, Zimt und Eiche bilden dabei das aromatische Fundament. Dazu kommt eine schöne Fruchtigkeit, die verhindert, dass der Whisky ausschließlich schwer und süß wirkt.
Die 52 % vol. passen meiner Meinung nach sehr gut zum Charakter dieser Abfüllung. Der Whisky besitzt Kraft, ohne dass diese Kraft die übrigen Aromen vollständig überlagert.
Für mich ist der The Speyside Connection 10 Jahre damit ein schönes Beispiel dafür, wie interessant ein Blended Malt sein kann, wenn unterschiedliche und teilweise sehr alte Whiskykomponenten miteinander verbunden werden.
Die Fakten
- Whisky: The Speyside Connection 10 Jahre
- Serie: Connections
- Edition: 4. Ausgabe
- Abfüller: North Star Spirits
- Kategorie: Blended Malt Scotch Whisky
- Herkunft: Speyside, Schottland
- Altersangabe: 10 Jahre
- Genannte Komponenten: Macallan 35 Jahre, Tamdhu 20 Jahre, Macallan 10 Jahre
- Fässer: Sherry Butts & Hogsheads
- Alkoholgehalt: 52 % vol.
- Flaschengröße: 700 ml
- Abfüllung: Small Batch
- Charakter: fruchtig, sherrybetont, süß, würzig und kräftig
Fazit
Der The Speyside Connection 10 Jahre ist eine ungewöhnliche Speyside-Abfüllung, bei der nicht eine einzelne Brennerei, sondern das Zusammenspiel verschiedener Whiskykomponenten im Mittelpunkt steht.
Die Kombination aus Macallan 35 Jahre, Tamdhu 20 Jahre und Macallan 10 Jahre macht die vierte Ausgabe der Connections-Serie bereits konzeptionell interessant. Sherry Butts und Hogsheads verstärken die dunkle Frucht und sorgen für Noten von Sultaninen, Toffee, Zimt und Eiche.
Mit 52 % vol. bringt der Whisky außerdem ordentlich Kraft ins Glas.
Wer kräftige, sherrybetonte Speyside-Whiskys und unabhängige Small-Batch-Abfüllungen schätzt, dürfte an dieser ungewöhnlichen Verbindung viel zu entdecken haben.
Und genau das ist letztlich die Idee hinter einer Connections-Abfüllung: Nicht nur einzelne Whiskys zu betrachten, sondern zu erleben, was entsteht, wenn unterschiedliche Charaktere miteinander verbunden werden.
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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überarbeitet. Die Verkostungs- und Bewertungseindrücke geben die persönliche Einschätzung von Taunus Tastings wieder.
